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CD-DETAILS JORDIN SPARKS [SPARKS, JORDIN]


Foto: Mary Ellen Matthews

Sparks, Jordin

Jordin Sparks [Pop]


RELEASE: 04.07.2008


LABEL: Zomba

VERTRIEB: SonyBMG

WEBSITE: www.jordinsparks.com

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In einem Alter, in dem die Gedanken der meisten (US-)Teenager vorzugsweise um die möglichst kurzweilige Ausgestaltung der nächstgelegenen Sommerferien kreisen, schrieb Jordin Sparks Musik(-TV-)Geschichte: Mit gerade einmal siebzehn Jahren wurde sie die jüngste Gewinnerin der Fernsehshow „American Idol“. Ein Triumph mit Ansage: Ähnlich wie bereits Kelly Clarkson und Carrie Underwood zuvor war die Newcomerin aus allen vierzehn Ausscheidungsrunden als unumstrittene Siegerin hervorgegangen. Die anschließenden Sommer-Monate verbrachte Jordin damit, an ihrem selbst betitelten Debütalbum zu arbeiten. Ausgestattet mit jener Selbstsicherheit, Klasse und atemberaubenden Vielfalt an gesanglichen Ausdruckmöglichkeiten, die sie in Nullkommanix erst zum Star der sechsten „Idols“-Staffel und später zum Epizentrum der US-Medienwelt gemacht hatten, steckte sie all ihre Kraft, ihre Ideen und ihre Kreativität in ihren Erstling.
Dabei profitierte sie u.a. von dem umfangreicher Gesangstraining, das während der „Pop Tarts American Idol Live!“-Tour stattfand, die durch 56 nordamerikanische Städte führte. „Ich habe extrem viel dazu gelernt, ganz einfach weil ich jeden Abend auf der Bühne stand und live gesungen habe“, sagt sie. „Wie man einen Song anpackt, wie man die Kontrolle über ihn gewinnt und diese aufrecht erhält. Ich habe schon immer versucht, meine Stimme zu schulen – ich habe mir Sachen im Radio angehört und versucht, herauszufinden, wie die Sänger atmen und wie Harmonie-Gesang funktioniert. Das tolle an den täglichen Live-Auftritten war, dass meine Stimme ständig kräftiger wurde und zu sehen, welche Reaktionen das beim Publikum hervorruft. Ich habe versucht, dies in die Sessions für das Album einzubringen.”
Am Songwriting und an der Produktion des Albums wirkte ein absolutes Dreamteam an A-List-Fachkräften mit, darunter The Underdogs (u.a. “Dreamgirls Soundtrack”, Chris Brown, Mary J. Blige), Eman (u.a. Nick Lachey, Backstreet Boys, Celine Dion), Robbie Nevil (u.a. “High School Musical Soundtrack”), und der ehemalige Color-Me-Badd-Star und jetzige Produzent/Songwriter Sam Watters (Jessica Simpson). Sie alle versorgten die Newcomerin mit großartigen Songs, wie z.B. die US-Debütsingle „Tattoo“, die von Amanda Ghost (Co-Schreiberin von James Blunts Breakthrough-Hit „You’re Beautiful“) komponiert und von der norwegischen Hit-Force Stargate (Beyonce, Ne-Yo, Rhianna) produziert wurde. Das Stück, das Platz acht der Billboard Charts erreichte, war das perfekte Entrée für Jordins spektakuläre Stimmgewalt in die Herzen der US-amerikanischen Musikfans.
Ihr größtes Talent ist allerdings die Fähigkeit, völlig in einem Song aufzugehen, wie z.B. in ihrer Ballade „Permanent Monday“ (produziert von Eman und geschrieben von Lindy Robbins), das die Messplatte für den Rest der Songs extrem anhob und ein Talent für Storytelling offenbart, dass der Bandbreite an stimmlichen Optionen der Sängerin entspricht. „Wenn ich mir ein Demo anhöre, dann möchte ich immer gerne wissen, wie das aufgenommen wurde. Ich versuche mir dann vorzustellen, was ich noch beisteuern könnte“, erläutert sie. „Man muss dem Song seinen Stempel aufdrücken. Alle meine Lieblingskünstler, ob aktuell oder von früher – hatten alle eine bestimmte Technik, einen Song zu ihrem eigenen Song zu machen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich einen Plan für dieses Album hatte, auf jeden Fall hatte ich eine Methode: Ich wollte mich jeder Session, jedem Song, jeder einzelnen Note hingeben. Ich denke, nur so kann man seinen Fans das gesamte Spektrum bietet. Es gibt Rockstücke, einige kantigere Sachen und natürlich Balladen wie ‚Permanent Monday’, die ich so gerne mache.“
Geboren in Phoenix, Arizona (sie wohnt mittlerweile in Glendale), ist der jungen Sängerin durchaus bewusst, dass der hochintensive Lifestyle ihres Vaters Phillippi Sparks (ein Football-Profi, der u.a. für die New York Giants und Dallas Cowboys spielte) eine angemessene Vorbereitung auf den Musik-Business-Stress und -Trubel war, dem sie heute tagtäglich ausgesetzt ist. „Meine Familie war immer sehr liebevoll und sehr bodenständig. Mein Vater beruhigte uns, egal, was in seiner Karriere auch geschah, und meiner Mutter war wichtig, dass ich sehr schnell extrem unabhängig wurde. Sie hatte es wirklich drauf, uns Verantwortung beizubringen und uns klar zu machen, dass wir uns für unsere Interessen engagieren müssen. Ich denke, ich habe schon früh verstanden, dass es wichtig ist, sich Ziele zu setzen und sich darauf vorzubereiten, was passiert, wenn man sie erreicht.“ Ihre Kindheit und Jugend in einem multi-ethnischen Haushalt lehrte sie eine weitere wichtige Lektion. „Ich fühlte mich nie außen vor. Sogar in der Schule wurden wir immer mit Respekt behandelt, niemals wie etwas Außergewöhnliches. Wenn ich heute daran zurück denke, bin ich immer sehr beeindruckt. Ich versuche deshalb, immer sehr offen zu sein, wenn ich neuen oder schwierigen Situationen ausgesetzt bin.“
Die vielleicht typischste Lebenslektion ist allerdings jene Geschichte, als Jordin fast ihre Teilnahme am “Idol”-Wettbewerb verpasste. Sparks hatte zwar bereits einige Musik-Wettbewerbe absolviert, doch die Art und Weise, wie sie die (möglicherweise) größte Enttäuschung ihres Lebens – am ersten „Idol“-Tag heimgeschickt zu werden – verarbeitete, zeigt die Stärke ihres Charakters, die bei einem 17-jährigen Menschen fürwahr selten ist. „Ich kann mich an das erste Vorsingen erinnern. Ich sah diese lange Schlange von Teilnehmern an, die schier endlos zu sein schien und ich fragte mich: ‚Was habe ich, das mich von den anderen abhebt – und wie können sie überhaupt auf mich aufmerksam werden?“, erinnert sie sich. Sie wurden es nicht und die junge Sängerin wurde nach ihrem ersten Vorsingen in Los Angeles aussortiert. „Ich ging nach Hause, schüttelte alles ab und sagte mir: ‚Moment Mal. Ich kann es schaffen - wenn sie mich lassen.“
Während die meisten Teenager ihre Enttäuschung wohl mit allerlei Zerstreuungen kompensiert hätten, begab sich Jordin auf kürzestem Weg zu einer zweiten Audition, die in ihrem Heimatstaat Arizona stattfand. Sie gewann und bekam damit die Chance, vor der Idol-Jury in Seattle aufzutreten, wo sie den Celine-Dion-Song „Because You Loved Me“ zum Besten gab. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. „Das Wort ‚aufgeben’ gehört nicht in meinen Wortschatz“, sagt sie heute stolz. „Okay, man ist dann schon niedergeschlagen, aber ich habe gelernt, die negativen Dinge an mir abprallen zu lassen. Das muss mal wohl um in dieser Welt bestehen zu können.“
Die junge US-Amerikanerin steckt grundsätzlich voller Überraschungen. So zählt sie zu ihren Lieblingsband u.a. einige Post-Hardcore- bzw. ‚Screamo’-Bands, wie Silverstein aus Burlington, Ontario. Auch die Musik der Achtziger Jahre hat es ihre angetan. Das Spiel mit dem Unerwarteten hat bei Jordin durchaus Methode. „Ich habe festgestellt, dass das Beste an der Albumproduktion war, mich selbst ständig neu zu überraschen“, erklärt sie.
Der Erfolg gibt Jordin Sparks recht: Ein Jahr nach ihrem „Idols“-Triumph hat sie bereits zwei Top-Ten-Hits und ein -Album auf dem Konto. Nachdem sie mit „Tattoo“ im vergangenen September erstmals unter die zehn meistverkauften Singles in den USA gekommen war, erreichte sie mit ihrer Single „No Air“ im April 2008 die Top 3 der US-Singles-Charts. Die Soul-Ballade entstand im Duett mit dem derzeit heißesten R&B-Hotshot: Chris Brown.

(Quelle: SonyBMG)


FORMAT: CD


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