ROCKREPORT
KÜNSTLER SUCHEN


GENRES

STÖBERN


CD-DETAILS PCD (LTD.PUR EDT.) [PUSSYCAT DOLLS]


Pussycat Dolls

PCD (Ltd.Pur Edt.) [Pop]


RELEASE: 05.09.2006


LABEL: A & M Records

VERTRIEB: Universal

WEBSITE: www.pcdmusic.com

PCD (Ltd.Pur Edt.) Facebook MySpace Amazon 

„In jeder Frau steckt eine Pussycat Doll“, sagt Robin Antin, die GrĂŒnderin des gleichnamigen Gesang-und-Tanz-Ensembles, das inzwischen von berĂŒchtigten Untergrund-Heldinnen zu Major-Label-Stars avanciert ist. „Es geht darum, Frauen zu bestĂ€rken, darum, dass man auf die eigenen KrĂ€fte vertraut. Es geht darum, vor dem Spiegel zu singen und zu tanzen und einfach Spaß dabei zu haben.“

Mit ihrem diesen Sommer (auf A&M Records) erscheinenden DebĂŒtalbum und der bereits im Vorfeld erscheinenden Single „Don’t Cha“, bei der ihnen Busta Rhymes an der Seite steht wĂ€hrend Cee-Lo fĂŒr die Produktion verantwortlich ist, stellen The Pussycat Dolls klar, dass es bei ihnen um weitaus mehr als bloße Schönheit geht. Die stimmgewaltigen Dolls haben sich im Laufe der vergangenen Jahre mit Top-Songschreibern und -Produzenten zusammen getan, um der heutigen Musikwelt ihren Stempel aufzudrĂŒcken, um ihrer AttitĂŒde musikalische Form zu geben.

„FĂŒr mich ist eine Pussycat Doll eine DraufgĂ€ngerin, hat aber zugleich auch eine verletzliche Seite“, erzĂ€hlt die Lead-SĂ€ngerin Nicole Scherzinger. „Wir sind zwar stark, aber wir wollen manchmal auch einfach nur spielen. Diese Zeile in `Don’t ChaÂŽ - sie lautet ‘don’t cha wish your girlfriend was hot like me’ –, sie soll unsere Zuhörer zum Beispiel bestĂ€rken. Denn es geht uns bei The Pussycat Dolls um mehr als nur um das heiße Aussehen – wir wollen auch echte GefĂŒhle transportieren.“

Bestehend aus Scherzinger, die schon ein Top-10-Album und erfolgreiche Singles mit ihrer Girl-Group Eden’s Crush vorlegte, Jessica Sutta, der einstigen Front-Frau der Miami-Heat-Tanz-Combo, Carmit Bachar, dem „La Vida Loca“-MĂ€del von Ricky Martins Welttournee, Ashley Roberts und Kimberly Wyatt, zwei der begabtesten TĂ€nzerinnen in Hollywood, und Melody Thornton, die nach einem unvergessenen Vorsingen an Bord geholt wurde, sind diese Pussycat Dolls die zeitgemĂ€ĂŸe, street-orientierte Version jener Gruppe, die mit ihren Sunset Strip-Shows das grĂ¶ĂŸte Ding in Hollywood wurden.
GegrĂŒndet wurden The Pussycat Dolls in einem kleinen Tanzstudio in der Garage der in Los Angeles lebenden Schauspielerin Christina Applegate, mit der sich Antin Anfang der Neunziger ein Zuhause teilte. Antin war bis dahin in Werbungen fĂŒr Coca-Cola und 7-Up aufgetreten, hatte die Choreographien fĂŒr Videos von Bands wie Smash Mouth, The Offspring und No Doubt ausgearbeitet. „Aber ich wollte endlich etwas ganz Eigenes machen, meine eigene Vision ausleben“, sagt sie heute. „Etwas Kreatives, das es so noch nicht gab.“

Also lud Antin kurzerhand ein paar Freundinnen ein, die ebenfalls Tour- bzw. MusikvideotĂ€nzerinnen waren, und sie begannen an ihrer eigenen Choreographie zu arbeiten: Einem Style, der genauso EinflĂŒsse des berĂŒhmten Bob Fosse („Sweet Charity“, „Cabaret“) einbezieht, dazu aber auch von musikalischen EinflĂŒssen zwischen Led Zeppelin, Punkrock, Siouxsie and The Banshees oder Bjork lebt und Mode-Trends ebenfalls ins Stil-Mix wirft. Gleichzeitig machte Applegate den Vorschlag, sie sollen doch mal im Viper Room am Sunset Strip auftreten. Als Johnny Depp, der Besitzer des besagten Clubs, sie bei den Proben sah, soll er gesagt haben: „Aus genau diesem Grund habe ich ĂŒberhaupt einen Club aufgemacht.“ The Pussycat Dolls, die seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 1995 viele Mitglieder kommen und gehen sahen, wurden der feste Donnerstags-Act fĂŒr die folgenden sechs Jahre.
Als dann Gwen Stefani (von No Doubt) im Jahr 2000 eine dieser Shows sah und sagte, dass sie gerne einmal eine Gast-Performance (mit Gesang!) machen wĂŒrde, stand der nĂ€chste große Schritt in ihrer Karriere an. Zwei Jahre spĂ€ter war der Viper Room einfach zu klein geworden, und The Pussycat Dolls traten von nun an im The Roxy auf. Dazu konnte man Gast-Performances von Carmen Electra, Brittany Murphy, Charlize Theron, Nikka Costa, Paris Hilton und Pamela Anderson bewundern. Sie alle (auch „MC Applegate“!) traten ohne Gage auf, wollten schlichtweg dabei sein. DarĂŒber hinaus kam es zu Auftritten im Vorprogramm von Bands wie The Flaming Lips, Jane’s Addiction und The Brian Setzer Orchestra.

Im selben Jahr stĂŒrzten sich plötzlich die großen Plattenfirmen auf Antin (und das, obwohl The Pussycat Dolls keinen Agenten oder Manager hatten) – sie wollten, dass die MĂ€dels ihre Show ins Studio bringen und an einer Platte arbeiten. Einer der besagten Anrufer war Jimmy Iovine (von Interscope/Geffen/A&M), der sie noch hipper und grĂ¶ĂŸer machen wollte als sie es so oder so schon waren. Also landeten sie zunĂ€chst in einer Reihe von TV-Shows: „Fashion Rocks” (wo sie „Tainted Love“ mit Marc Almond von Soft Cell spielten), „NBC New Year’s Eve“, „Jimmy Kimmel Live“, „The Tonight Show with Jay Leno“, „The Late Show with David Letterman“, „Last Call with Carson Daly“, sowie in der NBC-Serie „Vegas“.

Ihr Song „We Went As Far As We Felt Like Going“ war im Film „Große Haie – Kleine Fische“ (2004) zu hören, ihre Cover-Version von „Sway“ (an dem sie ĂŒbrigens mit Ron Fair gearbeitet haben, dem PrĂ€sidenten von A&M Records bzw. Produzenten von Aguilera und Vanessa Carlton) tauchte bei „Darf Ich Bitten?“ (2004) auf. Dazu waren die Dolls auch auf LeinwĂ€nden zu sehen: in „3 Engel fĂŒr Charlie – Volle Power“ (2003), Pinks Video zu „Trouble“ und dem erst kĂŒrzlich erschienenen Film „Be Cool“ (2005). Scherzinger nahm außerdem mit Will Smith den Song „If U Can’t Dance (Slide)“ fĂŒr dessen aktuelles „Lost And Found“-Album auf.

Inzwischen gibt es sogar ein eigenes Pussycat-Dolls-Make-Up (von Stila), und die Pussycat Dolls-Lounge hat im April 2005 im Caesar’s Palace in Las Vegas seine TĂŒren geöffnet. FĂŒr die Zukunft sind UnterwĂ€sche-Kollektionen, ParfĂŒm, Videospiele, Fernseh- und Filmprojekte und weitere Lounges geplant...
Unterm Strich sind The Pussycat Dolls genau der Typ Frau, die jeder Mann begehrt, die jede Frau gerne wÀre.


Nicole Scherzinger

Die Exotin Scherzinger wurde in Honolulu geboren; sie war das Kind hawaiianisch-russisch-philippinischer Eltern. Ihre große Familie auf Hawaii bestand hauptsĂ€chlich aus Entertainern, so war ihre Mutter zum Beispiel die „Lead-Hula-TĂ€nzerin“ in einer polynesischen Show. Als Scherzinger dann allerdings in die Schule kam, zog ihre Familie nach Louisville/Kentucky, da ihr Vater Soldat war und dahin versetzt wurde. „Das war zunĂ€chst ganz schön schwierig, weil ich einfach ganz anders aussah“, gibt sie heute zu. „Ich war das hĂ€ssliche Entlein“.

Doch Scherzinger war sich schon immer sicher, dass sie zur SĂ€ngerin geboren war. WĂ€hrend ihrer Schulzeit nahm sie nebenher Schauspielunterricht. FĂŒr ihr erstes professionelles StĂŒck stand sie im bekannten Louisville Actors Theater auf der BĂŒhne. WĂ€hrend ihres Studiums an der Wright State Uni in Dayton/Ohio – sie machte ihren Abschluss in Schauspiel, studierte nebenher noch Tanz – spielte sie jede Hauptrolle in dort veranstalteten Musicals: Sie war Thelma Kelly in „Chicago“ oder Julie LaVerne in „Show Boat“. WĂ€hrend dieser drei Jahre verdiente sie ihr Geld mit kleineren Jobs als Model. Bis sie herausfand, dass Travis Meeks (von der Rockband Days Of The New) nach einer weiblichen SĂ€ngerin suchte. Sie nahm mit ihm ein paar Demo-Tracks auf, ging dann vorerst wieder zur Uni zurĂŒck. Als schließlich der Produzent Scott Litt ihre Demos hörte, wurde sie sofort nach Los Angeles bestellt und nahm mit der Band deren zweites Album auf. Als sie dann gefragt wurde, ob sie denn eine Uni-Pause einlegen wĂŒrde, um mit der Band auf Tour zu gehen, war die Antwort ein klares Ja!

Nach der Tour kehrte sie nach Hause zurĂŒck und begann an ihrer eigenen Musik zu arbeiten. Es war eine kleine Notiz ĂŒber ein Casting fĂŒr „Popstars“ von WB Networks, das sie eines Nachts nach Chicago fahren ließ, um sich schon um fĂŒnf Uhr morgens in die Schlange einzureihen. Eden’s Crush, die Girl-Group, die aus „Popstars“ hervorging, schlugen ein wie eine Bombe. Ihr gleichnamiges Album aus dem Jahr 2001 landete in den Top-10, wie auch die Single „Get Over Yourself“. In den gut 12 Monaten, die es die Truppe gab, tourten sie mit N*Sync und Jessica Simpson. Dennoch rĂ€umt Scherzinger ein, dass „es hart war in einer Gruppe, die irgendwie zusammengestellt wurde und nicht fĂŒreinander bestimmt war“.

Nach der baldigen Auflösung der Girl-Gruppe und ihrem Umzug nach Los Angeles konzentrierte sie sich wieder auf ihre Solo-Arbeiten und machte sich auf die Suche nach einem Plattenvertrag. Nebenher spielte sie noch ein paar Rollen, unter anderem in „Chasing Papi“ als Miss Puerto Rico und in „My Wife and Kids“ als Supermodel. Im Jahr 2003 erzĂ€hlte ihr dann ihre Mitbewohnerin, dass sie bei den Pussycat Dolls vorsingen wolle. Nicole wusste zunĂ€chst ĂŒberhaupt nicht, worum es dabei ging – als sie dann aber erfuhr, dass Iovine und Fair involviert waren, wollte sie sich diese Chance auch nicht entgehen lassen. Als sie bei dem Vorsingen ankam, war es allerdings schon zu spĂ€t, so wurde abgemacht, dass sie nachts einmal vorbeischaut. Die a cappella Nummer, die sie schließlich vor Iovine und Fair performte, fĂŒhrte schließlich dazu, dass die Diskussion um die Front-Frau von neuem entfacht wurde.

„The Pussycat Dolls haben keine Grenzen; wir sind keine Gruppe, bei der jeder sein eigenes SĂŒppchen kocht“, erzĂ€hlt Scherzinger, die als einziges Mitglied der Band auch an Songs mitschreibt. „Wir haben die Möglichkeit, uns in unserer Performance immer neu zu erfinden, wir können das machen, was wirklich in uns steckt. Mir gehört jede Bewegung, die ich mache.“

Carmit Bachar

Die rothaarige Energiebombe Carmit Bachar (sprich: Kar-MIIHT Ba-HAR) fing schon vor rund zehn Jahren bei den Pussycat Dolls an, als sie eine besondere Nummer prĂ€sentierte: einen Schlangenmenschen-Auftritt. Keine große Anstrengung fĂŒr sie, da Carmit mit Rhythmischer Gymnastik aufgewachsen ist. Sie hatte schon als Kleinkind Gymnastik gemacht, war schließlich mit 10 zur rhythmusbetonteren Variante ĂŒbergegangen, bis sie 19 war. Im Jahr 1992 wurde sie FĂŒnfte bei den amerikanischen Olympia-Ausscheidungen und war sogar bei den Weltmeisterschaften vertreten.

Ihre Eltern waren ebenfalls TĂ€nzer – ihr Vater machte Pantomime mit Marcel Marceau und tanzte fĂŒr Elvis Presley und am Broadway; ihre Mutter arbeitet auch heute noch als Tanzlehrerin. Die in Los Angeles Geborene begleitete ihre Eltern bei all diesen Tanz-Erlebnissen; wenn sie dann zu Hause war, ging sie zur „Academy of Performing Arts“, studierte dazu Klavier, Geige, Schauspiel und Gesang.

Schon bald wurde Bachar eine der gefragtesten TĂ€nzerinnen – sowohl live als auch in Musik-Videos. Sie hat so gut wie niemanden ausgelassen: Ob BeyoncĂ©, Janet Jackson, Justin Timberlake, Michael Jackson oder Ricky Martin (dessen „La Vida Loca“-MĂ€dchen sie war, fĂŒr seine Tour) – sie war ĂŒberall dabei. „Bei Ricky war ich diejenige, die aus dem Kofferraum des Mustang springt und dann loslegt“, erzĂ€hlt sie heute lachend.

Da ihre Karriere als TĂ€nzerin so frĂŒh losging, hatte ihre zweite Leidenschaft, das Singen, oft das Nachsehen. Doch inzwischen hatte sie genĂŒgend Zeit, sich auch darauf zu konzentrieren, so dass sie inzwischen in beiden Bereichen unschlagbar ist – was besonders beeindruckend wird, wenn man bedenkt, dass sie mit einer Gaumenspalte geboren wurde. „Viele Agenten haben mir frĂŒher immer gesagt, dass ich mir daher eh nicht sonderlich viel erhoffen solle. Doch – wie man sieht – hier bin ich, und ich bin froh darĂŒber! Ich habe es gelernt, mich so zu lieben wie ich bin, auch wenn ich ein bisschen anders bin.“ Bachar ist gerade dabei, eine Non-Profit-Organisation zu grĂŒnden, die Kindern hilft, die mit dem selben Problem kĂ€mpfen. Ihr erster Event hieß „Smile With Me“: „Jetzt, wo ich mehr und mehr im Rampenlicht stehe, habe ich das GefĂŒhl, dass auch meine Verantwortung wĂ€chst. Ich muss mich zeigen, etwas in Bewegung setzen.“

Genauso denkt sie ĂŒber The Pussycat Dolls: „Man muss sich in seiner Haut wohlfĂŒhlen, stark und ausgeglichen sein. Man muss sich mit seiner SexualitĂ€t identifizieren, Selbstvertrauen ausstrahlen.“

Bachar gibt zu, dass sie einst blond war, vor acht Jahren aber zur Rothaarigen wurde. „Schließlich war ich in meinem Kern schon immer eine Rothaarige“, erzĂ€hlt die von ihren Freunden Foxy Genannte.


Ashley Roberts

Die in Phoenix/Arizona geborene Ashley fing schon im zarten Alter von drei Jahren mit dem Tanzen an – das Singen begann sie mit neun. Ihr Vater war Schlagzeuger fĂŒr The Mamas & The Papas gewesen, bis er AutohĂ€ndler wurde. Vor vier Jahren, als sie gerade mit der High School fertig war, ging sie schließlich nach Los Angeles. Sie hatte schon vorher stets ihren Sommer an der WestkĂŒste verbracht, um mit verschiedenen Tanz-Lehrer-GrĂ¶ĂŸen (wie Dee Caspary) zu ĂŒben. Doch dieses Mal blieb sie endgĂŒltig in LA. Sie war in Werbungen zu sehen, u.a. fĂŒr Eclipse-Kaugummi und Joe Boxer-Klamotten, trat bei unzĂ€hligen Veranstaltungen auf. Dazu war sie schon nach einem halben Jahr eine Pussycat Doll geworden: „Ich hatte wirklich noch nie von ihnen gehört, aber was mir dann von anderen TĂ€nzern und TĂ€nzerinnen erzĂ€hlt wurde klang einfach unglaublich!“

Sich darĂŒber bewusst, dass ihre Stimme oftmals an Marilyn Monroe erinnert, sagt sie, dass ihre BĂŒhnen-Person „flirtend aber unschuldig“ sei. „Sie ist eine Freidenkerin. Ich schĂ€tze, dass ich wohl als Die Blondine der Gruppe durchgehe, aber eigentlich ist das gefĂ€rbt“, erzĂ€hlt sie lĂ€chelnd.

Jessica Sutta

Schon als Teenager dachte Jessica Sutta, dass ihr Traum der Prima Ballerina vorbei sei, als sie mit beiden Knien Probleme bekam. Doch eigentlich fing ihr Traum eines TĂ€nzerinnen-Daseins da erst an.

In Miami geboren und aufgewachsen, ging sie schon mit 14 zur New World School of Arts, um Tanz zu studieren. Als sie sich dann verletzte konzentrierte sie sich auf Schauspiel: „Dabei habe ich immer am liebsten getanzt“, sagt sie. Und so tat sie es dann trotzdem – und wurde Teil der Miami-Heat-Truppe, spĂ€ter sogar deren VortĂ€nzerin (im Jahr 2001). Als Schauspielerin war sie in einer Gothic-Junkie-Rolle in der Dramen-Serie „Ocean Ave.“ zu sehen, die in SĂŒdflorida gedreht wurde und die Leute weltweit begeisterte; dazu spielte sie in „Bully“ von Larry Clark („Kids“).

Im Jahr 2002 zog sie dann nach Los Angeles. Schon drei Monate nach ihrer Ankunft war sie bei einem Vortanzen, und Antin entdeckte sie. „Sie ist supersĂŒĂŸ, immer positiv, und sehr gefĂŒhlvoll“, sagt Antin. „Auf der BĂŒhne dreht sie allerdings richtig auf.“

Bei den Pussycat Dolls ĂŒbernimmt Sutta mit ihrer hellen Haut und den dunklen Haaren so etwas wie die Rolle einer zweiten Betty Page... „Seit ich bei den Pussycat Dolls bin, ist mir klar, dass es genau das ist, was ich schon immer machen wollte. Ich fand die Truppe schon immer genial! VerrĂŒckt eigentlich, dass man so viel GlĂŒck haben kann.“


Melody Thornton

Die einzige Pussycat Doll, die bei einem offenen Casting aufgenommen wurde – Melody Thornton –, war schon in ihrer Heimatstadt Phoenix ein aufstrebendes Talent. Sie unterstĂŒtzte verschiedene Lokal-KĂŒnstler mit Background-Gesang, sang die Nationalhymne fĂŒr die Arizona Diamondbacks, war auch an der Arizona State University aktiv. Ihr Großmutter mĂŒtterlicherseits, eine Frau mexikanischer Abstammung, war bereits SĂ€ngerin gewesen; ihr Großvater vĂ€terlicherseits (und afro-amerikanischer Abstammung) hatte sich sein Geld als Blues-Gitarrist verdient. Die einzige Latina/Afro-Amerikanerin bei den Pussycat Dolls zu sein ist ihr ĂŒberaus wichtig: „Ich bin mir sicher, dass sich viele Zuschauer bzw. Zuhörer mit mir verbunden fĂŒhlen, es ist wichtig, dass die Dolls so durchmischt sind.“

Die Pussycat Dolls sah sie zum ersten Mal bei Christina Aguileras „MTV Diary“. „Ich fand das Konzept grandios, und wenn Christina auch dahinter stand, dann war das fĂŒr mich sowieso schon Grund genug!“ Sie nahm die Sendung auf, schaute sie sich tagelang an. Als sie dann bei MTV News hörte, dass gerade ein Vorsingen der Gruppe stattfand, nahm sie sich ein paar Tage frei, fuhr von Phoenix nach Burbank, wobei sie von ihrer Mutter und Schwester begleitet wurde. Als sie um 5 Uhr morgens ankam, warteten immerhin schon fĂŒnf andere vor ihr. Thornton ging rein, sang vor – ihre Mutter und Schwester warteten auf der anderen Straßenseite geschlagene neun Stunden...

„Ich versuchte das Konzept zu imitieren, um bemerkt zu werden, aber das war gar nicht so leicht. Schließlich hatte ich nie Tanz-Unterricht genommen! Als ich dann aber anfing zu singen, da lief alles wie am SchnĂŒrchen.“ Als sie schließlich mit drei anderen fĂŒr einen zweiten Termin eingeladen wurde, widmete sie einen Tag verschiedenen Choreographie-Dingen und sang vor Iovine. „Ich war nicht einmal aufgeregt, schließlich wusste ich gar nicht, wer er eigentlich war“, lacht sie heute. „Außerdem hasse ich es, verĂ€ngstigt zu wirken. Verlieren kommt so oder so nicht in Frage.“ Schließlich sang sie auch noch fĂŒr Fair, der sie am Klavier begleitete. Nach einer Übungswoche und einem Auftritt im Viper Room war schließlich im Dezember 2003 klar, dass Thornton von nun an eine Pussycat Doll sein sollte.


Kimberly Wyatt

Antin behauptet, dass die SĂŒdstaaten-Schönheit Kimberly Wyatt „die TĂ€nzerin mit dem grĂ¶ĂŸten Sex-Appeal ist“, die sie je gesehen hat. Wyatt dazu: „Ich bin viel schĂŒchterner als andere MĂ€dchen, aber auf der BĂŒhne bin ganz anders. Da gebe ich alles.“

Im kleinen Kaff Warrensburg geboren, ist ihr Vater ein LKW-Fahrer, ihre Mutter begleitet ihn gerne auf seinen Touren. Nachdem sie schon mit 7 angefangen hatte zu tanzen, bekam sie ab ihrem 14. Lebensjahr regelmĂ€ĂŸig Stipendien, damit sie im Sommer in New York Tanzkurse besuchen konnte: bei Joffrey, beim Broadway Dance Center etc. Als sie dann mit 17 die High School hinter sich gebracht hatte, flog sie umgehend nach Las Vegas, um sich fĂŒr Luxusdampfer- und Casino-Shows zu bewerben. Dank ihres Jobs auf dem „Royal Caribbean’s Explorer of The Seas“, einst dem grĂ¶ĂŸten Luxus-Kreuzer, hatte sie sogar die Gelegenheit, ganz SĂŒdeuropa kennen zu lernen.

Im Jahr 2001 zog sie schließlich nach Los Angeles, und das obwohl ihr ein Angebot von der Hubbard St. Dance Co. in Chicago gemacht worden war. „Ich hatte nun einmal gehört, dass man als TĂ€nzerin eigentlich nur in LA einen Job bekommt. Meine Eltern waren zunĂ€chst richtig besorgt, sie fragten immer, was aus mir wohl werden wĂŒrde.“

Zwei Jahre spĂ€ter arbeitete Antin gerade an der Choreographie fĂŒr ein Video von Nick Lachey. Wyatt stellte sich vor und wurde sofort fĂŒr die Pussycat Dolls engagiert. „Ich hatte von den Dolls bis dahin nur ein Poster gesehen“, erinnert sie sich heute. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie unfassbar toll ich die MĂ€dels fand, als ich sie dann kennen lernte. Es gibt nicht viele Gruppen, bei denen du zugleich sexy sein darfst und dazu auch deine Power zeigen kannst.“

Heute hilft Wyatt Antin mit den KostĂŒmen und bei der Choreographie. „Wenn man aus dem Niemandsland in der Mitte der USA kommt, dann ist das schon was anderes als das Leben an den KĂŒsten. Die ganzen MĂ€dels kommen schließlich aus StĂ€dten – und ich habe daher einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Sie lieben meine Geschichten von Orten, wo der schickste und teuerste Laden ein Wal-Mart ist.“


Track-Listing:

1. Don't Cha
2. Beep
3. Wait A Minute
4. Stickwitu
5. Buttons
6. I Don't Need A Man
7. Hot Stuff (I Want You Back)
8. How Many Times, How Many Lies
9. Bite The Dust
10. Right Now
11. Tainted Love/ Where Did Our Love Go
12. Feelin' Good
13. Sway
14. Flirt




Biografie der Pussycat Dolls:

„In jeder Frau steckt eine Pussycat Doll“, sagt Robin Antin, die GrĂŒnderin des gleichnamigen Gesang-und-Tanz-Ensembles, das inzwischen von berĂŒchtigten Untergrund-Heldinnen zu Major-Label-Stars avanciert ist. „Es geht darum, Frauen zu bestĂ€rken, darum, dass man auf die eigenen KrĂ€fte vertraut. Es geht darum, vor dem Spiegel zu singen und zu tanzen und einfach Spaß dabei zu haben.“
Mit ihrem diesen Sommer (auf A&M Records) erscheinenden DebĂŒtalbum und der bereits im Vorfeld erscheinenden Single „Don’t Cha“, bei der ihnen Busta Rhymes an der Seite steht wĂ€hrend Cee-Lo fĂŒr die Produktion verantwortlich ist, stellen The Pussycat Dolls klar, dass es bei ihnen um weitaus mehr als bloße Schönheit geht. Die stimmgewaltigen Dolls haben sich im Laufe der vergangenen Jahre mit Top-Songschreibern und -Produzenten zusammen getan, um der heutigen Musikwelt ihren Stempel aufzudrĂŒcken, um ihrer AttitĂŒde musikalische Form zu geben.
„FĂŒr mich ist eine Pussycat Doll eine DraufgĂ€ngerin, hat aber zugleich auch eine verletzliche Seite“, erzĂ€hlt die Lead-SĂ€ngerin Nicole Scherzinger. „Wir sind zwar stark, aber wir wollen manchmal auch einfach nur spielen. Diese Zeile in `Don’t ChaÂŽ - sie lautet ‘don’t cha wish your girlfriend was hot like me’ –, sie soll unsere Zuhörer zum Beispiel bestĂ€rken. Denn es geht uns bei The Pussycat Dolls um mehr als nur um das heiße Aussehen – wir wollen auch echte GefĂŒhle transportieren.“
Bestehend aus Scherzinger, die schon ein Top-10-Album und erfolgreiche Singles mit ihrer Girl-Group Eden’s Crush vorlegte, Jessica Sutta, der einstigen Front-Frau der Miami-Heat-Tanz-Combo, Carmit Bachar, dem „La Vida Loca“-MĂ€del von Ricky Martins Welttournee, Ashley Roberts und Kimberly Wyatt, zwei der begabtesten TĂ€nzerinnen in Hollywood, und Melody Thornton, die nach einem unvergessenen Vorsingen an Bord geholt wurde, sind diese Pussycat Dolls die zeitgemĂ€ĂŸe, street-orientierte Version jener Gruppe, die mit ihren Sunset Strip-Shows das grĂ¶ĂŸte Ding in Hollywood wurden.
GegrĂŒndet wurden The Pussycat Dolls in einem kleinen Tanzstudio in der Garage der in Los Angeles lebenden Schauspielerin Christina Applegate, mit der sich Antin Anfang der Neunziger ein Zuhause teilte. Antin war bis dahin in Werbungen fĂŒr Coca-Cola und 7-Up aufgetreten, hatte die Choreographien fĂŒr Videos von Bands wie Smash Mouth, The Offspring und No Doubt ausgearbeitet. „Aber ich wollte endlich etwas ganz Eigenes machen, meine eigene Vision ausleben“, sagt sie heute. „Etwas Kreatives, das es so noch nicht gab.“

Also lud Antin kurzerhand ein paar Freundinnen ein, die ebenfalls Tour- bzw. MusikvideotĂ€nzerinnen waren, und sie begannen an ihrer eigenen Choreographie zu arbeiten: Einem Style, der genauso EinflĂŒsse des berĂŒhmten Bob Fosse („Sweet Charity“, „Cabaret“) einbezieht, dazu aber auch von musikalischen EinflĂŒssen zwischen Led Zeppelin, Punkrock, Siouxsie and The Banshees oder Bjork lebt und Mode-Trends ebenfalls ins Stil-Mix wirft. Gleichzeitig machte Applegate den Vorschlag, sie sollen doch mal im Viper Room am Sunset Strip auftreten. Als Johnny Depp, der Besitzer des besagten Clubs, sie bei den Proben sah, soll er gesagt haben: „Aus genau diesem Grund habe ich ĂŒberhaupt einen Club aufgemacht.“ The Pussycat Dolls, die seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 1995 viele Mitglieder kommen und gehen sahen, wurden der feste Donnerstags-Act fĂŒr die folgenden sechs Jahre.
Als dann Gwen Stefani (von No Doubt) im Jahr 2000 eine dieser Shows sah und sagte, dass sie gerne einmal eine Gast-Performance (mit Gesang!) machen wĂŒrde, stand der nĂ€chste große Schritt in ihrer Karriere an. Zwei Jahre spĂ€ter war der Viper Room einfach zu klein geworden, und The Pussycat Dolls traten von nun an im The Roxy auf. Dazu konnte man Gast-Performances von Carmen Electra, Brittany Murphy, Charlize Theron, Nikka Costa, Paris Hilton und Pamela Anderson bewundern. Sie alle (auch „MC Applegate“!) traten ohne Gage auf, wollten schlichtweg dabei sein. DarĂŒber hinaus kam es zu Auftritten im Vorprogramm von Bands wie The Flaming Lips, Jane’s Addiction und The Brian Setzer Orchestra.
Im selben Jahr stĂŒrzten sich plötzlich die großen Plattenfirmen auf Antin (und das, obwohl The Pussycat Dolls keinen Agenten oder Manager hatten) – sie wollten, dass die MĂ€dels ihre Show ins Studio bringen und an einer Platte arbeiten. Einer der besagten Anrufer war Jimmy Iovine (von Interscope/Geffen/A&M), der sie noch hipper und grĂ¶ĂŸer machen wollte als sie es so oder so schon waren. Also landeten sie zunĂ€chst in einer Reihe von TV-Shows: „Fashion Rocks” (wo sie „Tainted Love“ mit Marc Almond von Soft Cell spielten), „NBC New Year’s Eve“, „Jimmy Kimmel Live“, „The Tonight Show with Jay Leno“, „The Late Show with David Letterman“, „Last Call with Carson Daly“, sowie in der NBC-Serie „Vegas“.
Ihr Song „We Went As Far As We Felt Like Going“ war im Film „Große Haie – Kleine Fische“ (2004) zu hören, ihre Cover-Version von „Sway“ (an dem sie ĂŒbrigens mit Ron Fair gearbeitet haben, dem PrĂ€sidenten von A&M Records bzw. Produzenten von Aguilera und Vanessa Carlton) tauchte bei „Darf Ich Bitten?“ (2004) auf. Dazu waren die Dolls auch auf LeinwĂ€nden zu sehen: in „3 Engel fĂŒr Charlie – Volle Power“ (2003), Pinks Video zu „Trouble“ und dem erst kĂŒrzlich erschienenen Film „Be Cool“ (2005). Scherzinger nahm außerdem mit Will Smith den Song „If U Can’t Dance (Slide)“ fĂŒr dessen aktuelles „Lost And Found“-Album auf.
Inzwischen gibt es sogar ein eigenes Pussycat-Dolls-Make-Up (von Stila), und die Pussycat Dolls-Lounge hat im April 2005 im Caesar’s Palace in Las Vegas seine TĂŒren geöffnet. FĂŒr die Zukunft sind UnterwĂ€sche-Kollektionen, ParfĂŒm, Videospiele, Fernseh- und Filmprojekte und weitere Lounges geplant...
Unterm Strich sind The Pussycat Dolls genau der Typ Frau, die jeder Mann begehrt, die jede Frau gerne wÀre.


Nicole Scherzinger

Die Exotin Scherzinger wurde in Honolulu geboren; sie war das Kind hawaiianisch-russisch-philippinischer Eltern. Ihre große Familie auf Hawaii bestand hauptsĂ€chlich aus Entertainern, so war ihre Mutter zum Beispiel die „Lead-Hula-TĂ€nzerin“ in einer polynesischen Show. Als Scherzinger dann allerdings in die Schule kam, zog ihre Familie nach Louisville/Kentucky, da ihr Vater Soldat war und dahin versetzt wurde. „Das war zunĂ€chst ganz schön schwierig, weil ich einfach ganz anders aussah“, gibt sie heute zu. „Ich war das hĂ€ssliche Entlein“.

Doch Scherzinger war sich schon immer sicher, dass sie zur SĂ€ngerin geboren war. WĂ€hrend ihrer Schulzeit nahm sie nebenher Schauspielunterricht. FĂŒr ihr erstes professionelles StĂŒck stand sie im bekannten Louisville Actors Theater auf der BĂŒhne. WĂ€hrend ihres Studiums an der Wright State Uni in Dayton/Ohio – sie machte ihren Abschluss in Schauspiel, studierte nebenher noch Tanz – spielte sie jede Hauptrolle in dort veranstalteten Musicals: Sie war Thelma Kelly in „Chicago“ oder Julie LaVerne in „Show Boat“. WĂ€hrend dieser drei Jahre verdiente sie ihr Geld mit kleineren Jobs als Model. Bis sie herausfand, dass Travis Meeks (von der Rockband Days Of The New) nach einer weiblichen SĂ€ngerin suchte. Sie nahm mit ihm ein paar Demo-Tracks auf, ging dann vorerst wieder zur Uni zurĂŒck. Als schließlich der Produzent Scott Litt ihre Demos hörte, wurde sie sofort nach Los Angeles bestellt und nahm mit der Band deren zweites Album auf. Als sie dann gefragt wurde, ob sie denn eine Uni-Pause einlegen wĂŒrde, um mit der Band auf Tour zu gehen, war die Antwort ein klares Ja!

Nach der Tour kehrte sie nach Hause zurĂŒck und begann an ihrer eigenen Musik zu arbeiten. Es war eine kleine Notiz ĂŒber ein Casting fĂŒr „Popstars“ von WB Networks, das sie eines Nachts nach Chicago fahren ließ, um sich schon um fĂŒnf Uhr morgens in die Schlange einzureihen. Eden’s Crush, die Girl-Group, die aus „Popstars“ hervorging, schlugen ein wie eine Bombe. Ihr gleichnamiges Album aus dem Jahr 2001 landete in den Top-10, wie auch die Single „Get Over Yourself“. In den gut 12 Monaten, die es die Truppe gab, tourten sie mit N*Sync und Jessica Simpson. Dennoch rĂ€umt Scherzinger ein, dass „es hart war in einer Gruppe, die irgendwie zusammengestellt wurde und nicht fĂŒreinander bestimmt war“.

Nach der baldigen Auflösung der Girl-Gruppe und ihrem Umzug nach Los Angeles konzentrierte sie sich wieder auf ihre Solo-Arbeiten und machte sich auf die Suche nach einem Plattenvertrag. Nebenher spielte sie noch ein paar Rollen, unter anderem in „Chasing Papi“ als Miss Puerto Rico und in „My Wife and Kids“ als Supermodel. Im Jahr 2003 erzĂ€hlte ihr dann ihre Mitbewohnerin, dass sie bei den Pussycat Dolls vorsingen wolle. Nicole wusste zunĂ€chst ĂŒberhaupt nicht, worum es dabei ging – als sie dann aber erfuhr, dass Iovine und Fair involviert waren, wollte sie sich diese Chance auch nicht entgehen lassen. Als sie bei dem Vorsingen ankam, war es allerdings schon zu spĂ€t, so wurde abgemacht, dass sie nachts einmal vorbeischaut. Die a cappella Nummer, die sie schließlich vor Iovine und Fair performte, fĂŒhrte schließlich dazu, dass die Diskussion um die Front-Frau von neuem entfacht wurde.

„The Pussycat Dolls haben keine Grenzen; wir sind keine Gruppe, bei der jeder sein eigenes SĂŒppchen kocht“, erzĂ€hlt Scherzinger, die als einziges Mitglied der Band auch an Songs mitschreibt. „Wir haben die Möglichkeit, uns in unserer Performance immer neu zu erfinden, wir können das machen, was wirklich in uns steckt. Mir gehört jede Bewegung, die ich mache.“

Carmit Bachar

Die rothaarige Energiebombe Carmit Bachar (sprich: Kar-MIIHT Ba-HAR) fing schon vor rund zehn Jahren bei den Pussycat Dolls an, als sie eine besondere Nummer prĂ€sentierte: einen Schlangenmenschen-Auftritt. Keine große Anstrengung fĂŒr sie, da Carmit mit Rhythmischer Gymnastik aufgewachsen ist. Sie hatte schon als Kleinkind Gymnastik gemacht, war schließlich mit 10 zur rhythmusbetonteren Variante ĂŒbergegangen, bis sie 19 war. Im Jahr 1992 wurde sie FĂŒnfte bei den amerikanischen Olympia-Ausscheidungen und war sogar bei den Weltmeisterschaften vertreten.

Ihre Eltern waren ebenfalls TĂ€nzer – ihr Vater machte Pantomime mit Marcel Marceau und tanzte fĂŒr Elvis Presley und am Broadway; ihre Mutter arbeitet auch heute noch als Tanzlehrerin. Die in Los Angeles Geborene begleitete ihre Eltern bei all diesen Tanz-Erlebnissen; wenn sie dann zu Hause war, ging sie zur „Academy of Performing Arts“, studierte dazu Klavier, Geige, Schauspiel und Gesang.

Schon bald wurde Bachar eine der gefragtesten TĂ€nzerinnen – sowohl live als auch in Musik-Videos. Sie hat so gut wie niemanden ausgelassen: Ob BeyoncĂ©, Janet Jackson, Justin Timberlake, Michael Jackson oder Ricky Martin (dessen „La Vida Loca“-MĂ€dchen sie war, fĂŒr seine Tour) – sie war ĂŒberall dabei. „Bei Ricky war ich diejenige, die aus dem Kofferraum des Mustang springt und dann loslegt“, erzĂ€hlt sie heute lachend.

Da ihre Karriere als TĂ€nzerin so frĂŒh losging, hatte ihre zweite Leidenschaft, das Singen, oft das Nachsehen. Doch inzwischen hatte sie genĂŒgend Zeit, sich auch darauf zu konzentrieren, so dass sie inzwischen in beiden Bereichen unschlagbar ist – was besonders beeindruckend wird, wenn man bedenkt, dass sie mit einer Gaumenspalte geboren wurde. „Viele Agenten haben mir frĂŒher immer gesagt, dass ich mir daher eh nicht sonderlich viel erhoffen solle. Doch – wie man sieht – hier bin ich, und ich bin froh darĂŒber! Ich habe es gelernt, mich so zu lieben wie ich bin, auch wenn ich ein bisschen anders bin.“ Bachar ist gerade dabei, eine Non-Profit-Organisation zu grĂŒnden, die Kindern hilft, die mit dem selben Problem kĂ€mpfen. Ihr erster Event hieß „Smile With Me“: „Jetzt, wo ich mehr und mehr im Rampenlicht stehe, habe ich das GefĂŒhl, dass auch meine Verantwortung wĂ€chst. Ich muss mich zeigen, etwas in Bewegung setzen.“

Genauso denkt sie ĂŒber The Pussycat Dolls: „Man muss sich in seiner Haut wohlfĂŒhlen, stark und ausgeglichen sein. Man muss sich mit seiner SexualitĂ€t identifizieren, Selbstvertrauen ausstrahlen.“

Bachar gibt zu, dass sie einst blond war, vor acht Jahren aber zur Rothaarigen wurde. „Schließlich war ich in meinem Kern schon immer eine Rothaarige“, erzĂ€hlt die von ihren Freunden Foxy Genannte.


Ashley Roberts

Die in Phoenix/Arizona geborene Ashley fing schon im zarten Alter von drei Jahren mit dem Tanzen an – das Singen begann sie mit neun. Ihr Vater war Schlagzeuger fĂŒr The Mamas & The Papas gewesen, bis er AutohĂ€ndler wurde. Vor vier Jahren, als sie gerade mit der High School fertig war, ging sie schließlich nach Los Angeles. Sie hatte schon vorher stets ihren Sommer an der WestkĂŒste verbracht, um mit verschiedenen Tanz-Lehrer-GrĂ¶ĂŸen (wie Dee Caspary) zu ĂŒben. Doch dieses Mal blieb sie endgĂŒltig in LA. Sie war in Werbungen zu sehen, u.a. fĂŒr Eclipse-Kaugummi und Joe Boxer-Klamotten, trat bei unzĂ€hligen Veranstaltungen auf. Dazu war sie schon nach einem halben Jahr eine Pussycat Doll geworden: „Ich hatte wirklich noch nie von ihnen gehört, aber was mir dann von anderen TĂ€nzern und TĂ€nzerinnen erzĂ€hlt wurde klang einfach unglaublich!“

Sich darĂŒber bewusst, dass ihre Stimme oftmals an Marilyn Monroe erinnert, sagt sie, dass ihre BĂŒhnen-Person „flirtend aber unschuldig“ sei. „Sie ist eine Freidenkerin. Ich schĂ€tze, dass ich wohl als Die Blondine der Gruppe durchgehe, aber eigentlich ist das gefĂ€rbt“, erzĂ€hlt sie lĂ€chelnd.

Jessica Sutta

Schon als Teenager dachte Jessica Sutta, dass ihr Traum der Prima Ballerina vorbei sei, als sie mit beiden Knien Probleme bekam. Doch eigentlich fing ihr Traum eines TĂ€nzerinnen-Daseins da erst an.

In Miami geboren und aufgewachsen, ging sie schon mit 14 zur New World School of Arts, um Tanz zu studieren. Als sie sich dann verletzte konzentrierte sie sich auf Schauspiel: „Dabei habe ich immer am liebsten getanzt“, sagt sie. Und so tat sie es dann trotzdem – und wurde Teil der Miami-Heat-Truppe, spĂ€ter sogar deren VortĂ€nzerin (im Jahr 2001). Als Schauspielerin war sie in einer Gothic-Junkie-Rolle in der Dramen-Serie „Ocean Ave.“ zu sehen, die in SĂŒdflorida gedreht wurde und die Leute weltweit begeisterte; dazu spielte sie in „Bully“ von Larry Clark („Kids“).

Im Jahr 2002 zog sie dann nach Los Angeles. Schon drei Monate nach ihrer Ankunft war sie bei einem Vortanzen, und Antin entdeckte sie. „Sie ist supersĂŒĂŸ, immer positiv, und sehr gefĂŒhlvoll“, sagt Antin. „Auf der BĂŒhne dreht sie allerdings richtig auf.“

Bei den Pussycat Dolls ĂŒbernimmt Sutta mit ihrer hellen Haut und den dunklen Haaren so etwas wie die Rolle einer zweiten Betty Page... „Seit ich bei den Pussycat Dolls bin, ist mir klar, dass es genau das ist, was ich schon immer machen wollte. Ich fand die Truppe schon immer genial! VerrĂŒckt eigentlich, dass man so viel GlĂŒck haben kann.“


Melody Thornton

Die einzige Pussycat Doll, die bei einem offenen Casting aufgenommen wurde – Melody Thornton –, war schon in ihrer Heimatstadt Phoenix ein aufstrebendes Talent. Sie unterstĂŒtzte verschiedene Lokal-KĂŒnstler mit Background-Gesang, sang die Nationalhymne fĂŒr die Arizona Diamondbacks, war auch an der Arizona State University aktiv. Ihr Großmutter mĂŒtterlicherseits, eine Frau mexikanischer Abstammung, war bereits SĂ€ngerin gewesen; ihr Großvater vĂ€terlicherseits (und afro-amerikanischer Abstammung) hatte sich sein Geld als Blues-Gitarrist verdient. Die einzige Latina/Afro-Amerikanerin bei den Pussycat Dolls zu sein ist ihr ĂŒberaus wichtig: „Ich bin mir sicher, dass sich viele Zuschauer bzw. Zuhörer mit mir verbunden fĂŒhlen, es ist wichtig, dass die Dolls so durchmischt sind.“

Die Pussycat Dolls sah sie zum ersten Mal bei Christina Aguileras „MTV Diary“. „Ich fand das Konzept grandios, und wenn Christina auch dahinter stand, dann war das fĂŒr mich sowieso schon Grund genug!“ Sie nahm die Sendung auf, schaute sie sich tagelang an. Als sie dann bei MTV News hörte, dass gerade ein Vorsingen der Gruppe stattfand, nahm sie sich ein paar Tage frei, fuhr von Phoenix nach Burbank, wobei sie von ihrer Mutter und Schwester begleitet wurde. Als sie um 5 Uhr morgens ankam, warteten immerhin schon fĂŒnf andere vor ihr. Thornton ging rein, sang vor – ihre Mutter und Schwester warteten auf der anderen Straßenseite geschlagene neun Stunden...

„Ich versuchte das Konzept zu imitieren, um bemerkt zu werden, aber das war gar nicht so leicht. Schließlich hatte ich nie Tanz-Unterricht genommen! Als ich dann aber anfing zu singen, da lief alles wie am SchnĂŒrchen.“ Als sie schließlich mit drei anderen fĂŒr einen zweiten Termin eingeladen wurde, widmete sie einen Tag verschiedenen Choreographie-Dingen und sang vor Iovine. „Ich war nicht einmal aufgeregt, schließlich wusste ich gar nicht, wer er eigentlich war“, lacht sie heute. „Außerdem hasse ich es, verĂ€ngstigt zu wirken. Verlieren kommt so oder so nicht in Frage.“ Schließlich sang sie auch noch fĂŒr Fair, der sie am Klavier begleitete. Nach einer Übungswoche und einem Auftritt im Viper Room war schließlich im Dezember 2003 klar, dass Thornton von nun an eine Pussycat Doll sein sollte.


Kimberly Wyatt

Antin behauptet, dass die SĂŒdstaaten-Schönheit Kimberly Wyatt „die TĂ€nzerin mit dem grĂ¶ĂŸten Sex-Appeal ist“, die sie je gesehen hat. Wyatt dazu: „Ich bin viel schĂŒchterner als andere MĂ€dchen, aber auf der BĂŒhne bin ganz anders. Da gebe ich alles.“

Im kleinen Kaff Warrensburg geboren, ist ihr Vater ein LKW-Fahrer, ihre Mutter begleitet ihn gerne auf seinen Touren. Nachdem sie schon mit 7 angefangen hatte zu tanzen, bekam sie ab ihrem 14. Lebensjahr regelmĂ€ĂŸig Stipendien, damit sie im Sommer in New York Tanzkurse besuchen konnte: bei Joffrey, beim Broadway Dance Center etc. Als sie dann mit 17 die High School hinter sich gebracht hatte, flog sie umgehend nach Las Vegas, um sich fĂŒr Luxusdampfer- und Casino-Shows zu bewerben. Dank ihres Jobs auf dem „Royal Caribbean’s Explorer of The Seas“, einst dem grĂ¶ĂŸten Luxus-Kreuzer, hatte sie sogar die Gelegenheit, ganz SĂŒdeuropa kennen zu lernen.

Im Jahr 2001 zog sie schließlich nach Los Angeles, und das obwohl ihr ein Angebot von der Hubbard St. Dance Co. in Chicago gemacht worden war. „Ich hatte nun einmal gehört, dass man als TĂ€nzerin eigentlich nur in LA einen Job bekommt. Meine Eltern waren zunĂ€chst richtig besorgt, sie fragten immer, was aus mir wohl werden wĂŒrde.“

Zwei Jahre spĂ€ter arbeitete Antin gerade an der Choreographie fĂŒr ein Video von Nick Lachey. Wyatt stellte sich vor und wurde sofort fĂŒr die Pussycat Dolls engagiert. „Ich hatte von den Dolls bis dahin nur ein Poster gesehen“, erinnert sie sich heute. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie unfassbar toll ich die MĂ€dels fand, als ich sie dann kennen lernte. Es gibt nicht viele Gruppen, bei denen du zugleich sexy sein darfst und dazu auch deine Power zeigen kannst.“

Heute hilft Wyatt Antin mit den KostĂŒmen und bei der Choreographie. „Wenn man aus dem Niemandsland in der Mitte der USA kommt, dann ist das schon was anderes als das Leben an den KĂŒsten. Die ganzen MĂ€dels kommen schließlich aus StĂ€dten – und ich habe daher einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Sie lieben meine Geschichten von Orten, wo der schickste und teuerste Laden ein Wal-Mart ist.“

(Quelle: Universal Music Group, 2005)


FORMAT: CD


Rating:
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  (Ű 3)


Diese CD weiterempfehlen
Ihr NameIhre E-Mail
Name EmpfängerE-Mail Empfänger
Ihr Nachricht:
 
Spamschutz: (Summe von 2 + 3 in das Textfeld eintragen.)


TOP RANKS

CD-WECHSLER

Teodosiu, Linda
Under Pressure


Bonnie "Prince" Billy / Harem Scarem / Neilson, Alex
Is It The Sea?


Boys Like Girls
Love Drunk


Faulkner, Newton
Rebuilt By Humans


Killerpilze, Die
Ein bisschen Zeitgeist


Hudson, Jennifer
Jennifer Hudson



© medienprojekt 2026 Impressum  Kontakt