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CD-DETAILS SILENCE IS GOLDEN [HUSHPUPPIES]

Hushpuppies

Silence Is Golden [Rock / Alternative]


RELEASE: 01.02.2008


LABEL: Faith Recordings

VERTRIEB: Rough Trade

WEBSITE: www.hushpuppiestheband.com

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Nach dem 2006er Debütalbum “The Trap” mit den Hitsingles “You’re Gonna Say Yeah” und “Single” präsentiert die 5-köpfige französische Band HushPuppies nun ihr zweites Album “Silence Is Golden”. Alleiniger Produzent ist Peter Deimel, der schon das Debütalbum ko-produziert und sich zuvor als Produzent u.a. von Tocotronic einen Namen gemacht hatte.

Die Wurzeln der HushPuppies liegen im südfranzösischen Perpignan, das in Frankreich als Zentrum des britisch geprägten Sixties-Garage-Sound und der Mod-Kultur gilt. Folgerichtig gaben sich die HushPuppies auf ihrem Debüt wie eine stilechte Garagenband, die ausgiebig The Who und The Kinks gehört hat, um anschließend mit ordentlich Wodka im Blut ihre Vespas an den nächsten Baum zu setzen. Das Ergebnis: Rauer Garagensound, quirlige Orgeln und große Rock-Gesten, die auch Raum für atmosphärisch dichte Melodien ließen.

Während man „The Trap“ trotz aller Nuancen noch auf den Nenner „dreckiger Rocksound“ mit einem dominierenden Anteil an Uptempo-Nummern bringen konnte, ist „Silence Is Golden“ deutlich subtiler und strukturell abwechslungsreicher ausgefallen. Schon die Cover-Gestaltung deutet dies an. Während „The Trap“ eine ländlich-bukolische Szene à la Perpignan inszenierte, zeigen sich die HushPuppies auf dem Cover von „Silence Is Golden“ in einem Zwitterraum aus Fabriketage und Villa. Paris, der aktuelle Wohnsitz der Band, lässt grüßen und führt die Band auf eine neue, urbane Ebene ihres Dandytums.

Erste Single-Auskopplung ist „Bad Taste And Gold On The Doors“, dessen dekadente (oder doch eher sarkastische?) Lyrics in “I want my Kate Moss / I want my Rolls-Royce / I want gold on the doors” gipfeln. Musikalisch kommt die Single mit einem treibenden, fast schon bösen Gitarrensound daher, der sich am Ende mehr und mehr beschleunigt um im Chaos zu versinken.

Im Anschluss findet sich mit den Songs „Love Bandit“ und „Down, Down, Down“ zwei überraschend ruhige Nummern. Während „Love Bandit“ eine melancholisch-introspektive Stimmung verbreitet („my lovers / even you can’t hold me tight“), startet “Down, Down, Down” mit einem Zeitlupen-Intro, das eher an eher an Airs „Moon-Safari“ denken lässt, um sich dann zu einem flotten Gitarrenstück mit klaren Britpop-Anleihen zu entwickeln. Zusätzliche Attraktion gewinnt der Song durch den bandtypischen Synthesizer-Sound, der als Orgel programmiert ist.

Auch im anschließenden Tryptichon aus „Fiction In The Facts“, „Lunatic’s Song“ und „Hot Shot“ spielt diese Synthie-Orgel eine wichtige Rolle. „Fiction In The Facts“ zieht durch diesen Sound Vergleiche mit den Doors auf sich. Der „Lunatic’s Song“ erhält durch die Orgel einen Space-Touch, der die Punk-Anleihen des Arrangements kontert. Typischen Garagensound gibt es dann in „Hot Shots“, einem der mitreißendsten Titel auf dem Album.

Wer noch einen weiteren Kick sucht, sollte sich auf die muskelbepackten Songs „Lost Organ“ und „Moloko Sound Club“ stürzen. Wo in „Lost Organ“ erneut das Zusammenspiel aus Orgel und hart rockenden Gitarren fasziniert, führt „Moloko Sound Club“ zunächst mit einem fast fröhlichen Ambiente in die Irre, bevor im Chorus die einfachen Gitarrrenakkorde mit stakkatohaft-wiederholten Vocals über den Hörer hereinbrechen.

Insgesamt präsentiert sich das Album als Gesamtkunstwerk, das bis ins kleinste Detail perfekt produziert ist und mit jedem Song und Arrangement zu überzeugen weiß. Chapeau, wie der Franzose sagt.

(Quelle: Verstärker, 7.2.2008)


FORMAT: CD


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