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CD-DETAILS WELCOME TO THE DANCE [NO ANGELS]

No Angels

Welcome To The Dance [Pop]


RELEASE: 11.09.2009


LABEL: Polydor

VERTRIEB: Universal

WEBSITE: www.noangels-music.de

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Sommer 2009 – „Welcome To The Dance“ heißt das zweite Album nach ihrer Wiedervereinigung in den Jahren 2006/2007.

Bereits die erste Single „One Life“ (Vö 21.08.) macht deutlich: die No Angels betreten mit „Welcome To The Dance“ eine neue musikalische Dimension. Der Titel ist dabei durchaus programmatisch zu verstehen. 13 Songs und ein hidden Track, vornehmlich Uptempo-Nummern, gespickt mit aufwendigen Beats und unglaublichen Effekten. Pop meets Elektro, R&B und Soul. Neu, frisch, überraschend und bisweilen fast experimentell.

Auf jeden Fall international. Für dieses Album haben die No Angels mit Größen wie Robert Bell, Nasri Atweh, Adam Messinger, Aaron Pearce, Billy Blast und M’jesti und DQ & Evan Bogart in L.A., New York und Berlin zusammengearbeitet. Jess, Sandy, Nadja und Lucy haben sich Zeit genommen: in fünf Studiosessions haben sie mit ihren Produzenten in Ruhe geschrieben, experimentiert, neue Wege beschritten. „Welcome To The Dance“ ist definitiv ein Album geworden, mit dem die No Angels überraschen. Ganz ehrlich, wer hätte nach dem Grand Prix d’Eurovision 2008 überhaupt noch ein Album von ihnen erwartet. Und nun überraschen die No Angels mit einer unglaublichen, musikalischen Entwicklung: „Welcome To The Dance“.

Der Weg dahin war schmerzhaft und alles andere als einfach.

Rückblick - 2003 trennen sich die No Angels. Die Luft war raus.

„Die No Angels waren gefährdet. Nicht nur wir als Sängerinnen, sondern dieses Wunder, das irgendwann mal entstanden ist, war gefährdet“, erklärt Lucy. 2006 treffen sich Nadja, Jess, Lucy und Sandy wieder und merken, dass sie es noch einmal gemeinsam versuchen wollen. „Wir saßen da, wie die kleinen Kinder. Wir waren aufgeregt und voller Freude“, erinnert sich Jess. „Es war schön zu sehen, dass man immer noch gewünscht ist. Endlich wieder ins Studio, endlich wieder No Angels. Das war ganz groß“, sagt Sandy. Alles ging so schnell. Am Anfang Euphorie, ein Gefühl von großer Einheit, wie man es nie zuvor erlebt hatte. Frei von Altlasten! „Wir hatten einen ganz tollen Sommer. Wir waren noch mehr zusammen und miteinander als früher. Zwischenmenschlich war das alles eine ganz tolle Erfahrung“, erzählt Nadja. „Das hört sich immer so blöd an: wir sind noch mehr zusammengewachsen. Und ich glaube, dass man das eigentlich auch nicht in Wort fassen, wie sich das für uns angefühlt hat zusammenzusitzen und gar nicht das Bedürfnis nach Ruhe zu haben. Das ist ganz komisch und manchmal auch erschreckend“, erklärt Lucy.

Warum? Weil es früher ganz anders war. Zwei Autos, zwei Garderoben – jede auf der Suche nach ein bißchen Ruhe. Doch seit 2007 gibt es das nicht mehr. Sandy: „Je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto schöner ist das. Wir wissen wirklich alles voneinander und unterstützen uns in allem. Die No Angels, das sind heute alle vier ganz stark zusammen!“ Dennoch, ebenfalls im Sommer 2007, kriechen die ersten Zweifel an die Oberfläche. Ist man auf dem richtigen Weg? Die erste Single Platz 4, Album Platz 4 – das war gut, aber um die Wahrheit zu sagen: man hatte doch mehr erwartet! Unzufriedenheit und Unsicherheit machten sich breit.

Lucy: „Irgendwie fehlte der Pepp. Es fehlte der DANCE, nicht die Choreographie, sondern der DANCE, die POWER, der VIBE.“ Und Jess fügt hinzu: „Es war so, als würden wir durch einen Zaubergarten gehen. Anfangs konnten wir uns unsere Sachen nehmen und haben andauernd Goodies bekommen - das war alles total toll. Dann wurde es nach und nach karger – auch gefühlsmäßig.“ Es musste etwas passieren. „Nach dem Sommer kam das Tief, die großen Überlegungen, auch mit der Plattenfirma, wie soll es weitergehen“, sagt Nadja. Dann kam der Grand Prix. Erst war sich die Band nicht sicher, ob sie teilnehmen sollte, aber nach dem überwältigenden Vorentscheid waren alle so gekickt und sich sicher.

Lucy: „Das war unglaublich, diese Erinnerung möchte ich nicht missen. Der Vorentscheid war unser erstes Publikumsvoting. Es hat uns so viel bedeutet, dass Deutschland sich für uns entschieden hat und uns wollte. Das hat uns sehr, sehr stolz gemacht. Wir wollten Deutschland zeigen: Wir sind eure Engel!“ Dann der Absturz beim Grand Prix. „Für mich war der Grand Prix d’Eurovison eine der schlimmsten Erfahrungen, die wir jemals machen mussten“, gesteht Jess. „Ich war am Boden zerstört. Wir alle standen unter Schock und haben uns schon untereinander angemacht. Der Moment, von dem ich gedacht habe, dass er nie wieder passieren kann, der war plötzlich da!“ „Und dann wieder den Schritt zu machen und zu sagen: O.k., wir haben den Mut, dass jetzt noch mal zusammen anzugehen, das war überwältigend“, fügt Sandy hinzu.

Zwei Monate brauchten die Mädchen allerdings, um das Geschehene zu verdauen. Mittlerweile ohne Management versuchten die Vier alle Dinge selbst zu regeln, sich selbst immer wieder nach vorne zu pushen. Nadja: „Wir sind schon stark genug, aber irgendwann, wenn man sich um alles kümmern muss, dann ist es schwer aufzustehen und zu sagen: Und jetzt greif ich an! Jetzt ergreife ich die Initiative.“ So ging es einfach nicht weiter. Von der Plattenfirma gab es keinen Druck. „Es war sicher, dass wir ein weiteres Album machen würden, aber es war nicht klar, wann und wie. Irgendwann wurde uns bewusst, dass wir uns nicht darauf verlassen konnten, dass irgendjemand uns das vorgibt. Jetzt sind wir diejenigen, die alles auf dem Tablett präsentieren müssen: Welche Art von Musik wir machen wollen und wer wir sein wollen im Jahre 2008 / 2009“, so Lucy. „Und wer uns dabei begleiten kann“, sagt Sandy.

Das war der Punkt, wo die Vier die Initiative ergriffen. Khalid Schröder, Kool Management, war ihnen schon öfter vorgeschlagen worden, Im Frühjahr 2008 trafen sie ihn. Und Schröder (Deutsches Management von Robert Bell / Kool And The Gang) war der Richtige. Ein paar Anrufe später hieß es im Juli 2008: Auf nach L.A. zum Songschreiben! Jess: „Wir dachten nur: Hee?? Jeder hat mal was geschrieben, klar, aber alle zusammen für die Band?! Wir haben zuerst in Zweier-Gruppen geschrieben, das hat genau zwei Tage geklappt, dann saßen wir ohnehin alle zusammen in einer Hütte.“ Das neue Team, die Produzenten in Amerika, der Ortwechsel, das gab ganz neue Power. „Wir in L.A. – die Stadt, wo Träume wahr werden. Wir haben uns am Anfang der Arbeit schon so beflügelt gefühlt. Wir hatten noch gar nichts und waren schon so glücklich, das überhaupt tun zu dürfen. All das hat uns auch so eine Ruhe gebracht.“ Endlich hatten sie wieder das Gefühl das Richtige zu tun: darauf hatten sie so lange gewartet.

Welcome To The Dance - In L.A. wurde klar, wo die Reise hingeht. Hier, wo Sandy, Nadja, Jess und Lucy wieder zusammen waren, zusammen arbeiteten, in direktem Austausch mit den Produzenten, hier spürte man ihn wieder – den VIBE. Lucy: „Da war diese Positivität, die Sicherheit, den positiven Weg für und mit der Band zu finden.“ Der DANCE war zurück! Es folgten Studiosessions in Berlin (September 2008), New York (November 2008) Oldenburg (2009) und nochmals in Berlin (März 2009). „Wir hatten noch nie so viel Zeit für ein Album und dann die Möglichkeit mit diesen internationalen Leuten zusammenzuarbeiten, die uns erst kennenlernen wollten, und sich Zeit genommen haben, damit es passt.

Wirklich zusammenzusitzen und nachzudenken. Es zu fühlen und nicht einfach maschinell die Sachen zu erarbeiten. Und das ist das, was dieses Album ganz besonders macht“, erklärt Nadja. Schreiben, experimentieren, nach vorne denken, einen Schritt weiter gehen, neu arrangieren! „Bei jeder Session haben wir etwas ganz Neues, Spezielles entdeckt - immer mehr Schönes. Und jeder hat mehr von sich selbst gegeben oder über sich erfahren, was man auch ins Album eingebracht hat“, erklärt Lucy. Nicht nur das war eine neue Erfahrung für die Vier. Jess: „Wir mußten richtig arbeiten, was die Aussprache angeht – das sollte perfekt klingen. Und dann stehst du schon mal für einen Satz oder zwei Wörter eine Stunde in der Kabine.“ Auch die „Verteilung“ der Gesangsparts wurde völlig neu geregelt: „Das war bei uns ja immer ein großes Thema“, erklärt Jess, „Aber dieses Mal haben wir gesagt, dass die Produzenten entscheiden, so wie es eben passt..

Das war eine harte Schule und echt schwer. Minute By Minute ist fast nur Nadja mit Nasri. Und Derailed fast nur Sandy, weil es einfach so gepasst hat und total rund ist.“ Welcome To The Dance ist ein Album ohne Kompromisse. Musikalisch und inhaltlich. Alle Songs zeigen die No Angels 2009: selbstbewusst, ehrlich und erfrischend offen. Da ist die erste Single One Life, eine Up-Tempo-Nummer, die transportiert, was diese Band ausmacht: den Willen es anzupacken, nicht aufzugeben, sein Leben in die Hand zu nehmen mit allen Kompromissen.

Neben der Abrechnung mit Leuten, die einem bewußt schaden wollen (Shut Your Mouth) und den Party-Hymnen Welcome To The Dance und Dance-Aholic steht die Liebe in all ihren Facetten im Vordergrund. Da geht es um Beziehungen, die einem nicht gut tun, aus denen man aber nicht rauskommt (Thunderstorm), um das Gefühl sich selbst nicht binden zu wollen (Rebel), den Moment, wenn man weiß, man ist gescheitert, es aber noch nicht wahrhaben will (Derailed; die einzige wirkliche Ballade), Lust (Up Against The Wall / Down Boy), ganz frische Liebe (Young Love), klare Ansagen (Too Old / Stop) und die wahre Liebe (Minute By Minute).

Welcome To The Dance - ein Querschnitt von vier Engeln – ein Querschnitt von vier Leben. Die No Angels - vier starke Frauen, die durch alle Höhen und Tiefen gemeinsam gegangen sind. Die nichts zerschlagen konnte und jetzt zurück sind. Ein indianisches Sprichwort sagt: „Wenn ein Adler sich zur Mauser zurückzieht, dann „stirbt“ er einmal, bevor er in neuem Gefieder wiederkehrt. Schmerzhaft verliert er sein altes Gefieder, bevor er wieder kraftvoll in die Lüfte steigen kann.

Welcome No Angels - Welcome To The Dance!

(Quelle: Universal Music Group, 2009)


FORMAT: CD Extra / Enhanced CD


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