| CD-DETAILS ODE TO J SMITH [TRAVIS] | ||||||
|
TravisOde to J Smith [Rock / Alternative]RELEASE: 26.09.2008LABEL: VertigoVERTRIEB: UniversalWEBSITE: www.travisonline.com/Mit Hits wie âWhy does it always rain on meâ und âSingâ haben sich Travis weltweit als feste RockgröĂe etabliert. Doch nach ĂŒber 10 Millionen verkauften Alben wurde es Zeit fĂŒr eine Neudefinition fĂŒr die schottische Band. 1996 lieh sich Fran Healy 600ÂŁ von seiner Mutter, um damit die Aufnahmen zu Travisâ erster Single âAll I Want To Do Is Rockâ zu finanzieren. Der Titel war Programm: Mit selbst designtem Cover erschien die Single auf dem bandeigenen Label Red Telephone Box. Eine Auflage von nur 750 Exemplaren reichte aus, um die steile Karriere der vier Schotten loszutreten. Mittlerweile haben sie nicht nur unzĂ€hlige Hitsingles eingefahren, sondern auch Awards, Platinauszeichnungen und Headlineslots auf den gröĂten Festivals. Jetzt, zwölf Jahre spĂ€ter, erscheint âOde To J Smithâ, Travisâ lauteste, kantigste und packendste Platte seit dieser ersten Single. Da scheint es nur angemessen, Red Telephone Box neu auferstehen zu lassen. Und auch das Artwork ist wieder das Werk von Fran Healy. Der groĂe Unterschied ist, dass 10 Millionen verkaufte Alben spĂ€ter Mrs Healys finanzielle UnterstĂŒtzung nicht mehr benötigt wurde. âEs ist, als hĂ€tte die Uhr eine komplette Umdrehung gemacht,â sagt Healy, der ewig sympathische Frontmann der Band. âZwölf Jahre spĂ€ter starten wir wieder voll durch.â Bassist Dougie Payne stimmt zu: âDieser ganze Prozess war extrem spannend und erfrischend.â Nachdem sie fast ein Jahr lang mit ihrem herrlich melodischen Album âThe Boy With No Nameâ auf Tour gewesen waren und vor tausenden von Fans rund um den Erdball gespielt hatten, landeten Travis Ende 2007 wieder zu Hause, in London. Und es war an der Zeit, einige Entscheidungen zu treffen. âDie Tour war der Hammer,â erzĂ€hlt Healy. âWir hatten mehrere Jahre nicht richtig getourt, und bekamen nun endlich wieder Kontakt zu unseren Fans. Aber als wir nach Hause kamen, liefen unser Plattenvertrag und der Publishingdeal aus. Wir waren total frei.â Travis hatten verschiedene Angebote auf dem Tisch, beschlossen aber, ihren eigenen Weg zu gehen. âWir kontaktierten die besten Leute, mit denen wir im Laufe der Zeit gearbeitet hatten und machten alles in Eigenregie,â sagt Healy. âVerglichen mit einem groĂen Label ist Red Telephone Box eher eine Wohnzimmerfirma. Aber so behielten wir die Kontrolle und alle möglichen Freiheiten. Alle Bands, denen wir davon erzĂ€hlen, beneiden uns darum.â Das war allerdings nicht die einzige Frage, die sich Ende 2007 stellte. Bassist Dougie Payne erwartete sein erstes Kind im MĂ€rz 2008 und die Band hatte ihm einige Monate Vaterschaftsurlaub versprochen. So musste die Arbeit am Album entweder bis zur zweiten JahreshĂ€lfte warten (wodurch allerdings der Hype, den die Tour erzeugt hatte, verloren gegangen wĂ€re). Oder sie mĂŒssten das komplette Album innerhalb der drei Monate vor der Geburt schreiben und aufnehmen. Wie man sieht, haben Travis sich fĂŒr Letzteres entschieden. âWir hatten fĂŒr BBC Radio 2 einen Song fĂŒr den 40. Jahrestag von Sergeant Pepper aufgenommen, zusammen mit dem alten Tontechniker der Beatles,â erklĂ€rt Healy. âDas hat uns wahnsinnig inspiriert. An unserem vorherigen Album hatten wir zwei Jahre gemĂŒtlich gearbeitet. Aber in den 60ern stellten Bands ihre Platten innerhalb weniger Wochen fertig. Wir wussten, dass wir dieses Zeitfenster von drei Monaten hatten, also hĂ€ngten wir uns rein.â Die Band buchte 14 Tage in einem Studio fĂŒr Februar 2008 und verschanzte sich in einem Proberaum in West London um Songs zu schreiben. âWir wollten ein paar neue Richtungen und Sounds ausprobieren,â sagt Healy, âalso kaufte ich eine alte Fender Jazzmaster und einen klassischen Vox AC30 VerstĂ€rker und beschloss, das Album auf der E-Gitarre zu schreiben. Das hatten wir seit unserer ersten Platte nicht mehr gemacht. So ziemlich alle Songs entstanden in diesen Sessions im Proberaum.â âWir haben uns viele Freiheiten mit dem Sound genommen,â erklĂ€rt Payne, der drei der zehn Songs mitgeschrieben hat. âWir wollten, dass dieses Album ein paar Ecken und Kanten hat. Ich liebe alle unsere Alben. Aber in der Vergangenheit war unser Sound so glatt, dass man fast darauf ausrutschen konnte. Das ist diesmal nicht der Fall. Wir haben uns wirklich angetrieben. Es ist Prog Pop; da passiert so viel innerhalb der 3-minĂŒtigen Songs.â Das beste Beispiel ist das fantastische âJ Smithâ: eine super-eingĂ€ngige Melodie, mehrere Gitarrensolos, ein falsches Ende und ein dramatischer Chor â alles in zweieinhalb Minuten Rock ânâ Roll. Wie der Titel schon vermuten lĂ€sst, definiert dieser Song das komplette Album. Waren Frans Songs frĂŒher hauptsĂ€chlich autobiographischer Natur, drehen sie sich nun mehr um andere Figuren. âEs war ziemlich befreiend, so zu schreiben. Und durch diesen glĂŒcklichen Zufall erhielt das Album eine beinahe prosaische ErzĂ€hlweise.â âIch glaube fast, dass man ehrlicher und offener sein kann, wenn man so schreibt,â fĂŒgt Payne hinzu. âWenn man ĂŒber sich selbst schreibt, verschweigt man unwillkĂŒrlich einige Dinge, oder schĂŒtzt sich, indem man nur bestimmte Details preisgibt. Wenn man einen fremden Charakter zur VerfĂŒgung hat, kann man eigentlich alles erzĂ€hlen.â Was das Album allerdings zusammen hĂ€lt, sind nicht diese Geschichten, sondern die Art, in der es entstanden ist. âNormalerweise schreibe ich ein paar Songs, ĂŒber den Zeitraum eines Jahres, und dann nehmen wir sie auf und fĂŒgen das Album zusammen. âOde To J Smithâ wurde aus notwendigem kreativem Druck geboren; wir brauchen ein Album, es muss groĂartig werden und es muss im MĂ€rz fertig sein. Vielleicht ist das der Grund, warum diese Platte das zusammenhĂ€ngendste ist, was wir je produziert haben. Wenn man so schnell arbeitet, hat man wenig Gelegenheit, zu reflektieren. Da muss man entschlossen sein.â Die Songs wurden innerhalb von fĂŒnf Wochen geschrieben und dann begab sich die Band mit dem Produzenten Emery Dobyns (Antony & The Johnsons, Patti Smith, Battles) in die Londoner Rak Studios, um das Album in nur 14 Tagen einzuspielen. âWir nahmen analog auf 16 Track auf, was allgemein als der beste Sound gilt,â sagt Healy. âDer Haken ist, dass man fast alles live einspielen muss, wenn man nur 16 Spuren hat.â âDas hĂ€tten wir zu Anfang unserer Karriere gar nicht hingekriegt,â sagt Payne. âAber ich denke, mit zwölf Jahren Banderfahrung hat unser Spiel die nötige Sicherheit.â Nach genau 14 Tagen verlieĂen Travis die Rak Studios und waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und das mit Recht, denn âOde To J Smithâ klingt nach einer neugeborenen Band, mit frischer Inspiration und Energie. Andererseits haben sie immer noch die mitreiĂenden Melodien und alltĂ€glichen GefĂŒhle, mit denen sie so viele Herzen erobert haben. Sechs Tage nachdem der âStopâ-Knopf gedrĂŒckt wurde, kam Paynes Sohn auf die Welt. âWir haben uns wirklich bis zum ĂuĂersten gepusht,â sagt Healy, der anschlieĂend noch mit Dobyns nach New York flog, um âOde To J Smithâ in den Electric Lady Studios abzumischen. âIch glaube, wir haben das coolste Album unserer Karriere gemachtâ. Ist es das beste? âDas werden wir nicht wissen, bis wir fertig sind, und davon sind wir noch weit entferntâ. (Quelle: Universal Music Group, 2008) FORMAT: CD
| ||||||
| Diese CD weiterempfehlen |








