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CD-DETAILS DANIEL POWTER [POWTER, DANIEL]


Foto: Warner Music

Powter, Daniel

Daniel Powter [Pop]


RELEASE: 30.05.2005


LABEL: Warner Bros. Records

VERTRIEB: Warner Music Group

WEBSITE: www.danielpowter.com

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„Ich weiß nie genau, was ich eigentlich spiele. Ich folge nur dem, was ich in meinem Kopf höre und mache so weiter.“

So einfach klingt die musikalische Philosophie DANIEL POWTERs, der auf seinem gleichnamigen Album mit immerhin 10 Tracks beweist, dass sein Kopf hauptsächlich voller einprägsamer Melodien, infektiösen Rhythmen und brillanten Ideen steckt. Erstklassige Popsongs, die mal aus griffigem Rock-Riffing und mal aus einfühlsamen Pianolinien leben. Grundsätzlich im gehobenen Tempo, aber nie hektisch, nie angestrengt und niemals anstrengend. Wenn überhaupt etwas – dann groovy.

Mit einer Stimme, die in ihren raueren Momenten an Rod Stewart, in ihren funkigen entfernt an die Brüder Gibb erinnert, kann DANIEL POWTER auch als Sänger überzeugen, der seine Songs teils mit lässiger Eleganz, teils mit ehrlicher Emotionalität interpretiert. Dabei gelingen ihm unprätentiöse Popnummern wie der Opener Song 6 ebenso gut wie sexgeladene Upbeat-Tracks a la Suspect und sensible Balladen wie Lost On The Stoop.

POWTER beherrscht sein Songwriting perfekt, und ein Song wie Free Loop bringt eine eingängige Melodie mit einem einfachen aber druckvollen Arrangement auf den Punkt. Etwa so stellt man sich die moderne Variante des klassischen Songwritings vor, zeitlos in der Struktur, aber modern in Sound und Arrangement. Glasklare Melodieführung und sparsam aber überlegt eingesetzte Instrumentierung zeichnen auch Lie To Me aus, während Hollywood ein knackiger Abgeh-Track ist, der in seinen besten Momenten sogar an Prince zu erinnern vermag.

Erste Single aus dem Album ist Bad Day, ein Song der die Herzen in Frankreich und der Schweiz bereits erobert hat. Platz 5 in den schweizerischen und Platz 1 in den französischen Airplay-Charts, ist Bad Day jenseits der Alpen ein Radio-Hit, und in Frankreich schob er das Album bereits in die Top 15 der Charts. Mit der Gelassenheit eines sicheren Fanlieblings und einem wundervollen Pianoarrangement ist der Song Wellness für die gestresste Alltags-Seele und damit tatsächlich ein Song, der das Potenzial hat, die Radiolandschaft auch in Deutschland um einen Dauerbrenner zu bereichern.

"Daniel Powter" ist POWTERS erstes Album für Warner Bros. und mit seinen intelligenten und eingängigen Songs allemal ein hervorragender Einstieg. Gespickt mit gekonnten Popkompositionen und perfekt in Sound-Szene gesetzt von Jeff Dawson und Mitchell Froom, der bereits mit hochkarätigen Künstlern wie Elvis Costello, Los Lobos, Crowded House und Paul McCartney zusammengearbeitet hat, stellt sich "Daniel Powter" als sehr ausgewogenes und ausbalanciertes Album dar.

Aufgewachsen ist DANIEL POWTER im abgelegenen Okanogan Valley in British Columbia (Kanada). Seine Kindheit verbrachte er mit der Geige unterm Arm: „Ich war keiner von denen, die herum rannten und Mitschüler verprügelten,“ erinnert er sich schmunzelnd. „Ich war derjenige, der verprügelt wurde. Eines Nachmittags, das war nach so einem Talentwettbewerb an der Schule, kamen da wieder ein paar ältere Mitschüler, die mir auflauerten. Ich bin dann mit einem blauen Auge nach Hause und habe angekündigt: Das war’s! Ich mach Schluss damit.“

Aber es gab andere Gründe, warum die Violine an Reiz verloren hatte: „Ich bin Legastheniker und konnte das Notenlesen nicht lernen, und meine Lehrerin legte allergrößten Wert darauf. Sie schaute über meine Schulter und sagte: ,Deine Musik steht auf dem Kopf!' Da wusste ich, dass ich von dieser Art der strukturierten Musik weg musste, um meinen eigenen Weg zu finden.“

Stattdessen liebäugelte DANIEL mit ganz anderen Einflüssen. Im Plattenschrank seiner Eltern lauerten The Beatles, Fleetwood Mac und alte Motown-Records, im Radio blühten die Achtziger. „Duran Duran waren massiv für mich. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn Hungry Like The Wolf gespielt wird. Noch mehr stand ich auf Prince!“

Von nun an verbrachte DANIEL die meiste Zeit am Klavier und brachte sich selbst die gehörten Songs bei. „Als ich von der Violine auf Klavier umstieg, wurde mir klar, was für eine großartige Sache es ist, mehrere Noten auf einmal spielen zu können: Im Bass, in den Mitten und in den Höhen. Außerdem liebten es die Mädchen. Als ich noch Violine spielte, gingen sie nicht mit mir aus, aber jetzt.“

Trotzdem dauerte es bis zum Ende seiner High-School-Zeit, bis er seine erste Band gründete. Und der Anfang war nicht einfach, wie er sich erinnert: „Live-Auftritte lähmten mich. Ich war Lead-Singer, aber ich musste mit dem Rücken zum Publikum stehen. Ich hatte so einen Horror, ich konnte sie nicht einmal angucken.“ Das sollte sich bald geben, und am Ende seines zweiten Auftritts verschrieb er sein Leben endgültig der Musik. Er nahm in Eigenregie ein Album auf und gewann Airplay-Zeit mit einem Wettbewerb in Victoria, das den Titel Rocktoria trug. Kurz darauf schrieb POWTER sich am Grant McEwan College in Edmonton ein.

Dort begegnete er seinen alten Schwierigkeiten: „Ich habe überall Einser bekommen, wenn es um Hörtraining ging, aber in Theorie hatte ich keine Chance, weil ich nicht gut lesen konnte. Nach einer Weile hasste ich die Schule und wusste, dass ich etwas eigenes auf die Beine stellen musste.“

Nach zwei Jahren stieg DANIEL aus und ging nach Vancouver, wo er auf Jeff Dawson traf. Mit ihm zusammen zog er sich in eine kleines Studio zurück und schrieb eine ganze Reihe Songs, die mehr oder weniger die Grundlage für das Album bildeten. Jeff und DANIEL schickten Demos raus, die für Begeisterung bei einigen Majors sorgten.

Schließlich war es Talentscout Gary Stamler, der das Demo Tom Whalley, Chairman und CEO Warner Bros. Records, auf den Tisch legte. Ein Treffen in L.A. besiegelte den Deal, DANIEL ging auf die Suche nach einem geeigneten Produzenten. „Ich war ziemlich angespannt, bis ich Mitchell traf. Tom schlug vor, dass wir drei Songs miteinander versuchen sollten, und nach ein paar Tagen wusste ich: Das ist mein Mann für das Album!“

In der Tat konnten Jeff und DANIEL keinen besseren finden als Froom. denn er besitzt ein offenes Ohr für ausgefallene Wünsche und Ideen, wie jede Menge von gewitzt eingesetzten Soundgimmicks bei genauerem Hinhören zeigen.

Mit dem Team DANIEL POWTER, Jeff Dawson und Michael Froom dürfte sich für das durchaus eigenwillige Material auf "Daniel Powter" das bestmögliche Team zusammengefunden haben. Das Ergebnis ist ein höchst ausgeglichenes Album, das an der Oberfläche von wundervollen Melodien angetrieben wird, die sich mit den großen Pop-Melodien der letzten 30 Jahre messen können. Aber selbst, wenn man darunter schaut und sich intensiv mit dem Album befasst, wird man viel entdecken, was einem zunächst entgangen ist. Die beste Garantie für einen lang anhaltenden Hörgenuss.

(Quelle: Warner Music)


FORMAT: CD


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