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Introducing Joss Stone [Pop]
WEBSITE: www.jossstone.com
Joss Stone hat weltweit bereits ĂŒber 7,5 Millionen Alben verkauft, wurde fĂŒr vier Grammys nominiert, trat mit James Brown, den Rolling Stones, Stevie Wonder, Elton John, Patti Labelle, Mavis Staples, Donna Summer und Smokey Robinson auf, wurde von Oprah Winfrey interviewt, modelte fĂŒr zwei Gap-Kampagnen und sang beim Live 8 Concert 2005 vor ĂŒber 200.000 Menschen - und das alles vor ihrem 19. Geburtstag.
Und doch hat die britische SoulsĂ€ngerin und Songwriterin erst jetzt, mit ihrem dritten Album Introducing Joss Stone das GefĂŒhl, ihre wahre musikalische Vision verwirklicht zu haben: "Das ist das erste Album, auf dem ich ganz ich selbst sein kann", erklĂ€rt sie. "Deshalb habe ich es Introducing Joss Stone genannt. Das sind meine Texte, das bin ich als KĂŒnstlerin."
Weil ihr bewusst war, dass sie dieses Album ganz allein schreiben musste, zog sich Joss Stone im April letzten Jahres auf die Karibikinsel Barbados zurĂŒck, um sich hier ungestört ihren Texten widmen zu können. Dort erlebte sie in der tropischen Brise am breiten Sandstrand eine Offenbarung. "Ich fuhr in meinem Wagen durch die Gegend und fragte mich: âWarum gehe ich durchs Leben auf der Suche nach bedingungsloser Liebe von einem Menschen, wo die Musik doch bedingungslos ist?'", sagt sie. "Sie ist immer fĂŒr mich da. Sie ist die Liebe meines Lebens. Ich habe sie gefunden."
Diese simple Erkenntnis wurde auf Introducing Joss Stone zum allumfassenden Thema, sowohl in Stones Texten wie auch in ihrer Musik, und sie erklĂ€rt gleichzeitig die elektrisierende Mischung aus warmem Vintage-Soul, Seventies-R&B, Motown-Girlgroup-Harmonien und jazzigen Grooves, eingespielt von einer Liveband unter der Leitung von Raphael Saadiq (bekannt durch seine Arbeit mit D'Angelo, The Roots und Macy Gray), Stones Produzenten und wichtigsten musikalischen Kollaborateur. "Raphael [der auf dem Album Bass spielt] ist der unglaublichste Musiker, den ich in meinem ganzen Leben kennen gelernt habe", erklĂ€rt Stone. "Musikalisch habe ich das GefĂŒhl, dass er meine Gedanken liest. Ich werfe ihm einen Blick zu, und er weiĂ genau, was ich will." Stone und Saadiq namen zwei Monate lang auf den Bahamas auf und mischten das Album dann in den legendĂ€ren Electric Lady Studios in New York City ab.
Vom ersten Takt des langsamen Openers "Music" an ist jede Note, jeder Groove und jede Harmonie von Stones Hingabe an ihr Talent als Songwriterin durchzogen. In "Music" singt sie: "I'm so in love with my music / The way you keeping me moving / Ain't nobody do what you doing." Das StĂŒck, ursprĂŒnglich inspiriert durch "The Mask" von den Fugees, ĂŒberrascht mit einem Rap von Fugees-SĂ€ngerin Lauryn Hill und entstand in Zusammenarbeit mit Novel, seines Zeichens Songwriter und Produzent sowie Enkel der Soul-Legende Solomon Burke, der eher im Scherz vorschlug, die bekanntlich sehr zurĂŒckgezogen lebende SĂ€ngerin um einen Gastauftritt zu bitten. "NatĂŒrlich behauptete ich sofort: âIch werde sie ĂŒberreden.'" Anderthalb Monate lang rief Joss Stone tĂ€glich bei Hills Mutter an und erkundigte sich, ob ihre Tochter sich den Song angehört hĂ€tte. "Tag fĂŒr Tag fragte ich sie: âHaben Sie von Lauryn gehört?', und sie antwortete immer âNein'. Und legte auf. Aber ich konnte nicht aufgeben, bevor sie zugesagt hatte."
Dann ist da noch das an die Supremes erinnernde "Girl, They Won't Believe It", in dem es darum geht, sein GlĂŒck durch die Musik zu finden. "Schon wĂ€hrend meiner Schulzeit wollte ich SĂ€ngerin werden; natĂŒrlich hielten mich alle fĂŒr verrĂŒckt", erinnert sich Joss. "Es hagelte Kommentare wie âHör auf zu trĂ€umen und konzentrier' dich lieber auf deine Matheaufgaben.' Jetzt kann ich diesen Leuten sagen âGirl, they won't believe it, I finally found some sweet through the bitters of life. All I need is a kiss from a melody'."
Wie auf jedem Soulalbum, das etwas auf sich hĂ€lt, gibt es auch auf Introducing Joss Stone ein paar Beziehungssongs, vom euphorischen "Catch Me I'm Falling" mit seinem schleppenden Groove und einem Saitenarrangement, auf das selbst Marvin Gaye stolz gewesen wĂ€re, ĂŒber das sĂŒĂe, vertrĂ€umte "Tell Me What We're Going To Do Now" (mit Gast-Rapper Common) bis hin zum klassischen Motown-Vibe von "In the Arms of My Baby", das von der Einsamkeit des Tourlebens erzĂ€hlt. "Es geht darum, irgendwohin zurĂŒckzukehren, wo ich mich zu Hause fĂŒhle", sagt sie. "Manchmal brauchst du jemanden, der dich in den Arm nimmt oder dich seine Zuneigung spĂŒren lĂ€sst. Das funktioniert nicht per Telefon."
Und bekanntlich ist in der Liebe nicht immer alles rosarot. Das bitter-bedauernde "I Wish" erzĂ€hlt von einer Trennung, und Joss singt: "I wish I never met you / I finally had enough of your shit / I should have left your ass a long time ago." "Inzwischen ist alles cool", beruhigt sie lachend. "Heute sind wir Freunde; aber wenn eine Beziehung endet, bleibt zunĂ€chst nur tiefer Schmerz. Diesen Schmerz musste ich erleben, um meine neuen Songs schreiben zu können." Mit ihrer extrem funkigen, verspielten ersten Singleauskopplung "Tell Me 'Bout It" ist Stone schon wieder ein paar Schritte weiter, auf der Suche nach einer neuen Liebe, fragt sich allerdings, warum das Objekt ihrer Begierde sich nicht zu seinen GefĂŒhlen bekennen will. "Das ist die Geschichte meines Lebens", seufzt sie. "Immer nach dem Motto âKomm schon, sag mir, was du fĂŒhlst. Trau dich. Es ist offensichtlich, dass du mich magst und ich dich, also tu' was!"
Seitdem die aus dem britischen Devon stammende Joss Stone mit gerade einmal 16 Jahren zum Star wurde, hat sie stets eine beeindruckende StĂ€rke und IntensitĂ€t an den Tag gelegt; obwohl sie darauf besteht, damals zu jung gewesen zu sein, um zu wissen, was sie tat. Musikkritiker waren anderer Meinung und feierten ihre "warme, tiefe, soulige Stimme", "anders als jede andere SĂ€ngerin ihrer Generation" (New York Post). 2003 erschien Stones DebĂŒt "The Soul Sessions", ein Album mit Coverversionen unbekannter Soulnummern, gefolgt von einer 12-monatigen Tournee und den Aufnahmen zu "Mind, Body & Soul" (2004), ihrer ersten CD mit eigenem Material. Newsweek kommentierte: "Stone kann traurig, tief und kehlig singen, hemmungslos röhren oder das Bump-and-Grind-Publikum mit coolem Funk bedienen", wĂ€hrend Interview ihre "erdige Stimme" lobte, "die wie ein alter Bourbon brennen oder wie Zuckermelasse schmelzen kann".
Joss Stone wurde 2005 fĂŒr drei Grammys, u. a. in der Kategorie Best New Artist nominiert und sang bei der Zeremonie gemeinsam mit Melissa Etheridge ein unvergessliches Tribut an Janis Joplin. Ihre Version von "Cry Baby"/ "Piece Of My Heart" wurde als Single veröffentlicht und war Stones erster Top 40-Hit in den USA. Im selben Jahr trat Stone in sĂ€mtlichen Talkshows des amerikanischen Late Night- und FrĂŒhstĂŒcksfernsehens auf, wĂ€hrend alle wichtigen Magazine, vom Rolling Stone bis zu Vanity Fair ĂŒber sie berichteten und ihr die Mode-Bibel Elle gleich eine Coverstory widmete. Im Februar 2006 trat sie mit Stevie Wonder, John Legend und India.Arie beim Super Bowl XL auf und sang bei den Grammy Awards 2006 mit Legend and Van Hunt ein Medley aus Hits der Soul-Legende Sly Stone. Ihre Coverversion von "Family Affair", ebenfalls auf dem Sly Stone-Tributalbum "Different Strokes By Different Folks" zu hören, wurde im letzten Jahr fĂŒr einen Grammy in der Kategorie "Best R&B Performance By A Duo or Group" nominiert. Bei den UK Music Hall of Fame Awards im November reagierte das Publikum auf Joss Stones Interpretation von Dusty Springfields "Son of a Preacher Man" mit BeifallsstĂŒrmen.
Am 09.03.2007 erscheint nun endlich das lang ersehnte dritte Album Introducing Joss Stone bei Virgin, so dass 2007 fĂŒr Joss Stone wohl kaum weniger arbeitsreich ausfallen dĂŒrfte als all die Jahre zuvor.
(Quelle: EMI, 2007) FORMAT: CD + DVD Video
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