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CD-DETAILS ALTER THE ENDING [DASHBOARD CONFESSIONAL]

Dashboard Confessional

Alter The Ending [Rock / Alternative]


RELEASE: 02.04.2010


LABEL: Geffen

VERTRIEB: Universal

WEBSITE: www.dashboardconfessional.com

Alter The Ending MySpace Amazon 

Ein Raum, in dem sich viele Menschen aufhalten und dazu laute Musik läuft, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Die Frage lautet vielmehr, ob es einem gelingt, die Zwischenräume zu füllen und alles zu einer Einheit zu verschweißen. Trifft man nämlich den richtigen Ton, ist man plötzlich nicht mehr von Fremden umgeben; alle gehören mit einem Mal zusammen. Chris Carrabba weiß ganz genau, wie man das anstellt.

„Das hat wirklich etwas Magisches, wenn deine Musik es schafft, die Leute zu vereinen“, sagt er. „Das ist der ultimative Glückstreffer. Ich habe das große Glück, dass unsere Musik genau das bei den Menschen auslöst.“

Natürlich kann man es auch als einen „Glückstreffer“ bezeichnen; Fakt ist jedoch, dass Dashboard Confessional schon seit rund zehn Jahren diese besondere Verbindung zu den Fans haben – eine Verbindung, die andere Songwriter ein ganzes Leben lang vergeblich herzustellen versuchen. Seit der Veröffentlichung von Swiss Army Romance im Jahr 2000 hat Carrabba eine treue Fangemeinde, die seine bedingungslose Ehrlichkeit schätzt. Denn dem 34-Jährigen geht es immer um die Wahrheit. Um das, was man nicht verfälschen kann. Das, vor dem man sich nicht einmal verstecken kann. Die besten Songwriter setzen genau dort an, graben ganz, ganz tief und verwandeln ihre Gefühle und Erfahrungen in astreine Mitsing-Hymnen. „Die Musik ist alles Mögliche für mich“, sagt er. „Eine Auszeit von der Realität und zugleich auch ein Ort, an dem man über die Dinge intensiv nachdenken und schließlich begreifen kann, was man eigentlich gerade durchlebt. Die Musik kann dir verdeutlichen, wo du gerade stehst.“

Das 6. Studioalbum, das er als Kopf von Dashboard Confessional veröffentlicht, Alter the Ending, handelt von dem Wunsch, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen, das Schicksal auszutricksen, das Ende umzuschreiben, bevor es dafür zu spät ist. Er selbst betrachtet den neuen Longplayer als hart erkämpftes Heilmittel gegen all die Schicksalsschläge, die irgendwann jeden Menschen heimsuchen – auch ihn selbst.

„Während ich dieses Album aufnahm, ging in meinem Leben irgendwie alles in die Brüche“, berichtet er. „Meine Schwester hatte einen schlimmen Unfall und lag im Koma, ein Verwandter von mir hatte einen Herzinfarkt und ein anderer brauchte dringend eine neue Leber. Anstatt also nur im Studio zu sein, habe ich auch viel Zeit in diversen Krankenhäusern und Warterzimmern verbracht. Überhaupt war alles wahnsinnig chaotisch; mein ganzes Leben stand quasi in Flammen, während ich die neuen Songs aufnahm. Ich spreche von Flammen, weil sich das Leben so anfühlte, als würden sie jeden Moment zu hoch schlagen.“

Bereits zu Beginn des ersten Tracks „Get Me Right“ singt Carrabba von einem Kampf; er will endlich wieder nach Hause, muss dafür jedoch einen dichten Wald durchqueren, um schließlich nur an einen verwahrlosten Ort zu gelangen. Während der Song absolut zurückhaltend beginnt, Carrabba nur vereinzelte Töne einstreut, wächst der Sound im Verlauf des Stücks stetig weiter, bis „Get Me Right“ nach jener Erlösung klingt, auf die der Erzähler es abgesehen hat. Auf „Belle of the Boulevard“, der ersten Singleauskopplung, singt er dann: „Down in a local bar/Out on the Boulevard/The sound of an old guitar/Is saving you from sinking…“ Dabei hat diese Rettung durch die Musik nichts mit irgendwelchen Märchenwelten zu tun. Denn genau das ist das eigentliche Ziel von Christopher Carrabba. Vielleicht ist es nicht mal übertrieben, wenn man diesen Rettungsversuch als Fundament seiner Musik bezeichnet.

„Ich habe die Musik schon immer als etwas betrachtet, was einem dabei hilft, sich besser in der Welt zu fühlen. Dabei habe ich traurige Songs geschrieben aber auch unbeschwerte und fröhliche“, sagt er. „Trotzdem habe ich dabei immer dasselbe Ziel verfolgt: Es ging mir um ein gutes Gefühl. Einfach eine Gitarre in die Hand zu nehmen, schon das allein zu genießen, dann eine Geschichte zu erzählen, um sich schließlich besser zu fühlen, wenn man die Gitarre danach wieder in die Ecke stellt.“

Genau genommen muss man sogar sagen, dass Alter the Ending optimistischer und zuversichtlicher klingt als sämtliche Vorgänger, die er als Dashboard Confessional veröffentlicht hat. Der Grund dafür: Auf dieser LP begegnet man einem Songwriter, der endlich genau das in seiner Musik entdeckt hat, was alle anderen von Anfang an darin gesehen haben; es ist das Album, mit dem „sein kleines Nebenprojekt“ ein ganzes Jahrzehnt im Zeichen der Wahrheitsfindung auf den Punkt bringt. Doch welche Richtung kann man als nächstes einschlagen, wenn man gerade erst ein ganzes Album zum Thema „Enden“ aufgenommen hat?

„Ich habe das Gefühl, dass mit dieser Veröffentlichung ein neues Kapitel beginnt. Ein wirklich tolles Gefühl ist das; und ich habe mich seit Swiss Army Romance nicht mehr so gefühlt. Ich habe ehrlich gesagt keinen Plan, was als nächstes kommt, aber es fühlt sich trotzdem wie ein neuer Anfang an.“

(Quelle: Universal Music Group, 2010)


FORMAT: CD


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