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CD-DETAILS APRON [APRON]

Apron

Apron [Rock / Alternative]


RELEASE: 23.01.2009


LABEL: Modern Noise

VERTRIEB: Cargo Records GmbH

WEBSITE: www.apronline.de

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Mit gewaltig viel Schubkraft und Crosscore: apRon wollen es 2009 wissen. Crosscore, nie gehört? Dann kennt ihr apRon noch nicht. Auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum verschmelzen die fünf Münchner die Geradlinigkeit und Kraft des Crossover mit der Brutalität und Rücksichtslosigkeit des Hardcore – und erschüttern mit ihrem selbstlegierten Crosscore den Boden unter euren Füßen. Wie sich die heftigen apRon-Eruptionen anfühlen? „Als hätten Marylin Mansons Halbbruder eine Affäre mit System Of A Downs Tochter – im zerwühlten Bett von Jim Morrison“, sagt apRon-Sänger Thomy. Vom Start weg macht „apRon“ klar: Platte Klischees und glatte Kompromisse müssen hier definitiv draußen bleiben! apRon setzen auf die Extreme – und auf das Unerwartete. Auf atemraubende Stakkati als Stilmittel, auf furiose Kombinationswut als Urtugend, auf rohe Gewalt als immer wieder durchscheinende Grundfarbe. „Violence is our Art“ lautet das oberste Bandgebot. „Wir setzen bewusst auf den dualen Austausch von gewalttätigen Stilmitteln zwischen Band und Publikum“, erklärt Schlagzeuger Medusa den radikalen apRon-Ansatz. „Unsere Musik ist brutal, ja. Aber eben im Sinne von ‚A Clockwerk Orange’-Hauptfigur Alexander DeLarge, der alles andere als ein dumpfer Schläger ist.“

Die namengebende Vokabel erklärt das Selbstverständnis von apRon: Das englische Wort für Schürze erhält hier symbolische Bedeutung. „Jeder Mensch bemüht sich um ein sozialverträgliches Selbst. Alle haben Angst, sich zu bekleckern“, sinniert Medusa. „Eine Schürze hilft, bei vielem was wir tun eine weiße Weste zu behalten.“ In diesem metaphorischen Sinn wollen apRon ihrem Publikum das anbieten, was uns soziale Konventionen und Zwänge vorenthalten: Die ebenso rare wie dringend benötigte Möglichkeit den Druck zu regulieren, der uns von außen und von innen bedrängt. apRon sprühen vor gewalttätigen Impulsen, die zwangsläufig entsprechende Reflexe im Metal-/Hardcore-Lager auslösen. Brecher-Songs wie „World At War“, „Swallowdrown“ oder „Broken Child“ haben sich über Jahre im apRon-Liveset bewährt – und auch dem Publikum bei der Emil Bulls-Tour 2008 keine Wahl gelassen: Lasst eure Wut von der Leine, stampft euren Zorn in den Boden, schreit euch frei vom Frust! Gewalt ist für apRon gleichermaßen konstruktive Kraft, Leitmotiv und ausformulierte Kunstform. „Das ganze Schreien, der Lärm, all unsere Energie sind Teil unserer sehr anspruchsvollen Interpretation von Gewalt“, sagt Drummer Medusa. „Mit hirnlosem Gegröle oder sinnlosem Instrumentengedresche hat unser Konzept nicht das Geringste zu tun.“ Die manisch mitreißenden, verblüffend vielseitigen Gewaltorgien auf „apRon“ unterstreichen diese Aussage vielfach: Die Songs sieden, zittern und schäumen vor zügellosem Zorn – und beeindrucken mit musikalischen Hintersinn, vielschichtiger Substanz und exzessiver Unberechenbarkeit.

Wo andere „Crossover“ lediglich in dicken Lettern draufschreiben, füllen apRon die Worthülse mit Sinn, Seele und Stile verschmelzendem Songwriting. Statt ihre Songs nach geläufigen Schemata aufzubauen, denken und spielen die Münchner quer. „apRon“ entfaltet sich langsam, aber unaufhaltsam. Es gibt Song für Song weitere Facetten seines psychotischen Charakters preis.


Neben Breaks, die uns die Atemluft abschnüren, Riffs mit knochenharten Kanten und dem geballten Zorn von innen taucht wie aus dem Nichts Unerwartetes auf: Hier ein geschmeidiger Bossa Nova Beat, dort zähe Riffs aus dem Blues und anderswo feingliedrige Schlagzeugfiguren, die dem gewaltigen Orkan der kreativen Klänge trotzen.

So unberechenbar wie die Instrumentierung sind auch die 1000 Stimmen, mit denen Thomy den Wahnwitz in Worte verpackt: Er flüstert und grunzt, säuselt und keift, singt und brüllt – und er trifft Töne, die verschorfte Wunden aufreißen können. „In jedem Text steckt ein wichtiger Moment meines Lebens“, gibt der Sänger Einblick in seine Zeilen, die Gedankengänge wie Dominosteine anstoßen. Manchmal spielen sich ap-Ron auf der Bühne in einen Rausch, der die ursprünglichen Textinhalte vernebelt. „Ich bin dann ganz weg“, sagt Thomy. „Ich singe nur noch Gefühle und versuche die Bilder in meinem Kopf zu vertonen. Das sind die besten Konzerte für mich!“

Bei allem Mut zum unkonventionellen Detail verliert sich „apRon“ niemals in selbstverliebter Verspieltheit. „Für unsere Songs gilt: ‚Simplicitas delectat’ – Einfachheit erfreut!“, gibt Medusa weitere Einblicke in die apRon-Philosophie. „Vielschichtigkeit hat nichts mit Kompliziertheit zu tun.“ Kompliziert und verkopft klingt „apRon“ zu keiner Sekunde, stattdessen verflucht ambitioniert: Ein albumlange Zwitter zwischen Aufbruch und Arschtritt, Gewalttat und Geniestreich. apRon hämmern mit ihrem Debütalbum einen wuchtigen Monolithen in die Metal-/Hardcore-Landschaft – mit Gewalt und Crosscore. Sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt!

Tracklisting

1 INTRO
2 SHADOW CLOWN
3 PURE AND REAL
4 GHOST IN THE MACHINE
5 BROKEN CHILD
6 CORNFLAKE
7 EL RIO
8 CHOP CHOP (TRIGGER MY RAGE ...INSPIRE MY VIOLENCE)
9 HYDE...
10 SWALLOW ...DROWN
11 WORLD AT WAR
12 GAME CALLED REJECTION

(Quelle: MySpace Apron)


FORMAT: CD


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