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CD-DETAILS ALL DAY WITH IT [ILLSCARLETT]


Foto: Richard Sibbald

illScarlett

All Day With It [Pop]


RELEASE: 05.09.2008


LABEL: Colosseum

VERTRIEB: SonyBMG

WEBSITE: www.alldaywithit.com

MySpace Amazon 

Hätten die Bands Sublime und No Doubt eine folgenreiche Affäre – das außereheliche Produkt ihrer Liebe trüge wohl ohne jeden Zweifel den Namen illScarlett. Mit ihren Hochgeschwindigkeits-Punk-Pop-Reggae-Songs haben die Jungs aus Mississauga/Kanada allemal das Zeug dazu, deine neue Lieblingsband zu werden. Und das völlig zu recht. Zweiflern dieser These sei deshalb das ohne Einschränkung großartige illScarlett-Majordebütalbum „All Day With It” anempfohlen.

Wie alles begann
„Sänger Alex Norman und Drummer Sway Pior trafen sich in der High School, vom Schicksal zusammengeführt von der Vision, Rockstars zu werden. Schon bald stießen mit John Doherty (Bass) and Will Marr (Gitarre) zwei Gleichgesinnte hinzu, um bei der musikalischen Umsetzung mitzuhelfen. Aufgewachsen mit der Musik von No Doubt, Sublime und Goldfinger machten sich die Vier daran, die Basics für ihren Sound zu erarbeiten und die zahlreichen Elemente zu ihrem eigenen Stil zusammenzufügen. Bei diesem Prozess erwies sich die Hardcore-DIY-Attitüde der Band als effektives Arbeitsprinzip. Einerseits ganz Old School (klassisches den-Arsch-ab-Touren), andererseits die Möglichkeiten neuer Technologien nutzend (MySpace, YouTube etc.), erarbeiteten sich die Musiker auf eigene Faust schon bald eine solide Fanbase. Der Höhepunkt: Unangekündigt bretterten illScarlett auf den Parkplatz der „Warped Tour“, schmissen ihren Generator an und rockten für die Leute, die auf den Einlass zum Festival warteten – in der Hoffnung, einige ihrer selbst finanzierten, Independent veröffentlichten EPs verkaufen zu können. Die Aktion machte „Warped“-Initiator Kevin Lymon auf die Band aufmerksam und brachte den Jungs eine Einladung zur abendlichen Aftershow-Party ein. Dort räumten sie mächtig ab und sind seitdem auf jeder „Warped“-Tour dabei…

…das war 2004.
IllScarlett spielten hunderte von Konzerten in der Region GTA (Greater Toronto Area). Hatte die Band in den Jahren 2004 und 2005 zunächst lediglich einige hundert treue Fans angelockt, so wurden es quasi über Nacht tausende. Das Quartett trat bei prestigeträchtige Shows auf, wie bei der „Warped Tour 2005“ und „2006“, beim „Edgefest 2006“ und beim ersten „Virgin Festival“ auf Toronto Island. Dabei fanden sich die vier Newcomer plötzlich im Line-Up neben Big Names wie Billy Talent, The All-American Rejects, Slackers, Kardinal Offishall, Yellowcard and Cypress Hill wieder. Schnell hatten sie den Ruf weg, die Band zu sein, auf die man in Zukunft unbedingt ein Auge haben müsse. Traf man bei einem Festival aufeinander, ließen es sich die Superstar-Kollegen von Billy Talent nicht nehmen, bei der Intonation des Refrains des illScarlett-Songs „Heaters“ auszuhelfen.
Mit über einer halben Millionen Plays bei MySpace und über 15.000 im Eigenvertrieb verkauften CDs („illP” und „Clearly In Another Fine Mess”) zeigten illScarlett allen anderen up-and-coming-Bands ihrer Generation deutlich ihre Grenzen auf. „Wir beobachteten, was mit den anderen Bands passierte und dachten einfach: ‚Lasst uns mal schauen, wie weit wir das auf eigene Faust bringen können’“, erinnert sich Alex. „Wir sind ganz bestimmt keine Kontroll-Freaks, aber wir wussten einfach ziemlich genau, was wir wollten und haben alles daran gesetzt, das auch zu erreichen. Und wenn man merkt, dass sich harte Arbeit auszahlt, dann will man sich einfach immer mehr anstrengen. Es gibt dir einen Wahnsinns-Kick, wenn so eine Sache in Fahrt kommt.“
Mit „EPdemic“ erschien 2006 die erste EP der Band beim SONY-BMG-Label Red Ink. Die CD erreichte Platz 133 in den kanadischen Sounscan-Charts und verkaufte sich insgesamt mehr als 10.000 Mal. „EPdemic“ enthielt mit den Songs „Heaters“ und „One-A“ zwei (kanadische) Rockradio-Hits.
Am 10. Juli 2007 folgte schließlich mit „All Day With It“ das lang erwartete illScarlett-Majorlabel-Debüt. Die Aufnahmen fanden unter der Regie von Matthew Wilder statt, bekannt als Autor und Interpret des 1984er-Smash-Hits „Break My Stride“ und Produzent des No-Doubt-Albums „Tragic Kingdom“. Das Resultat führte den Stil der EP – catchy Arrangements plus unentrinnbare Mitsing-Refrains – fort, bereicherte den illScarlett-Sound allerdings auch um einige neue musikalische Elemente. Die erste Single „Nothing Special“ sorgte schon bald bei den kanadischen Rock-Radiostationen für Furore. Gemischt wurden die Songs des Albums von Mike Fraser, der in seiner Karriere in gleicher Funktion bereits für Metallica, AC/DC und Guns N Roses tätig gewesen war. Er fand eine stimmige und funktionierende Balance zwischen der poppigeren Wilder-Produktion und seinen eigenen harten Rock-Roots.

“Don’t know what to do, Don’t know how we made it this far, This California weather,
This summer in December, Let me go just let me go”
(aus dem Song “Paradise Burning”)
Die hochsommerlichen Temperaturen in Los Angeles im Dezember/Januar/Februar waren für die Mitglieder von illScarlett eine völlig neue Erfahrung. „All Day With It“ wurde in den Wintermonaten 2006/2007 in den dortigen NRG Studios und in Wilders Heimstudio in Malibu aufgenommen – doch die Band hatte kaum Gelegenheit, alle Vorzüge, die eine Stadt wie Los Angeles zu bieten hat, wahrzunehmen. Sprich: Keine VIP-Parties, kein Surfen in Huntington, kein Rumhängen auf den Hollywood Boulevard. „Wir hatten die Musik komplett fertig, taten uns aber schwer, die Texte zu einigen Songs fertig zu bekommen“, erzählt Sway Pior. „Das verhagelte uns das Leben im Paradies leider ziemlich. Es war sonnig und heiß, mitten im Februar, überall diese wunderschönen Palmen. Und da saßen wir also im Studio und mussten an den Songtexten arbeiten. Das war hart.“ Matthew Wilder hatte ambitionierte Pläne für das illScarlett-Debüt und trieb die Band zu Höchstleistungen an, um das absolut bestmögliche Album zu erschaffen. Da gab es natürlich Momente, in denen es zwischen ihm und der Band nicht ganz so reibungslos ablief und der Druck, mit einem Weltklasse-Produzenten wie Wilder zu arbeiten, schwer auf den Schultern der Musiker wog. Doch es brachte der Band auch die Erkenntnisse, dass sie sich immer noch weiter verbessern konnte.

„The Glass Ceiling“
Wenn man sie nach ihrer Musik befragt, so nennen illScarlett stets Nirvana, Incubus, No Doubt, Beck, Sublime, The Police und die Foo Fighters als ihre Haupt-Einflüsse. Auch die Beatles und Queen dienten den Kanadiern als Inspiration. Wilder war sich des musikalischen Erbes bewusst und hatte sich in den Kopf gesetzt, ein Album zu kreieren, dessen Sound mit dem ihrer Helden würde mithalten können. Matt nahm die Vier zu Beginn der Studio-Sessions beiseite, um ihnen ein paar aufmunternde Worte mit auf den Weg zu geben. „Wir werden euren Sound und eure Songs so weit aufbauen, wie es nur möglich ist, bis hoch zur Glasdecke… und dann wir diese durchbrechen und sie noch viel, viel besser machen“, erinnert sich Alex an Wilders Anheiz-Rede. „Seine Worte gaben jedem von uns großes Vertrauen und ich denke, es hat die Art und Weise beeinflusst, wie wir die Songs schrieben und einspielten.“ Am Ende der Aufnahmen war das ganze Studio übersäht mit Scherben…
Zu den wichtigsten Stücken des Albums zählen u.a. die Songs „Nothing Special“, „Life Of A Soldier“, „Pacino“ und „The Fashion“, die von Wilders Extra-Anstrengungen profitieren, die feinen Nuancen der einzelnen Lieder herauszuarbeiten. Das Stück „Who’s Got It“ wurde zum offiziellen Turniersong der FIFA U 20 Fußball-WM gekürt, die im Sommer 2007 stattfand.
Im Mai 2008 feierte die Band mit vier Konzerten in Köln, Berlin, München und Hamburg ihr Live-Debüt in Deutschland. Das Album “All Day With It” erscheint hierzulande im September 2008.

(Quelle: SonyBMG)


FORMAT: CD


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