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CD-DETAILS DOWN TO EARTH [BROWN, JOE]

Brown, Joe

Down To Earth [Rock / Alternative]


RELEASE: 26.01.2007


LABEL: India Records

VERTRIEB: Rough Trade

WEBSITE: www.joebrown.co.uk

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Zu seinen Fans zählen Mark Knopfler, David Gilmour und Elvis Costello. Die Beatles standen gleich mehrmals als seine Vorband auf der Bühne und spielten auch vor seinem Konzert im legendären Star Club. Mit George Harrison war er bis zuletzt eng befreundet. Als vor vier Jahren dem verstorbenen Beatle zu Ehren das „Concert For George“ gegeben wurde, rührte er mit I’ll See You In My Dreams“ die Zuhörer in der Royal Albert Hall zu Tränen. Mit Johnny Cash hat er gespielt, mit Eddie Cochran und Gene Vincent. Und als er bei einem Gig in London die Gitarre hinter seinen Kopf hielt und ebenso ungerührt wie virtuos weiterspielte, da stand im Publikum Jimi Hendrix und guckte ganz genau zu. Der Rest ist Rockgeschichte.

Die Rede ist von Joe Brown. Und um eine Sache vorwegzunehmen: Der Mann ist keineswegs die Hauptfigur einer fiktiven Künstler-Biografie, es gibt ihn wirklich. Und das schon seit 1941. Damals wurde er in Swarby, Lincolnshire, geboren. Heute ist er in England eine lebende Legende, eine Gitarren-Institution. Warum ihn in Deutschland hingegen nur wenige Insider kennen, gehört zu den größten ungelösten Rätsel der Rockgeschichte. Seine Tochter ist da schon berühmter: Sam Brown, die 1988 mit „Stop“ einen Top-10-Hit hatte. Das Werk ihres Vater gilt es hierzulande jedoch nach wie vor zu entdecken, und das nicht nur aus historischem Interesse: Joe Brown macht nach wie vor Musik, mit ungeminderter Spiel- und Lebenslust, im Hier und Jetzt fest verankert. Sein neues Album heißt „Down To Earth“ und wird nicht nur die Fans von Mark Knopfler und Richard Thompson nachhaltig beeindrucken.

13 Stücke lang ist diese Platte, und sie ist das reife, herzerwärmende Meisterwerk eines Mannes, der ganz entspannt auf ein langes, erfülltes Leben zurückblicken kann und all das, was er erlebt, gelernt und gehört hat, nun in seine Kunst einfließen lässt. Lässig zelebriert Joe Brown Blues, Bluegrass, Country, Folk und Rockabilly und schnappt sich mit ungebremster Leidenschaft für die Musik ein Instrument nach dem anderen: elektrische und akustische Gitarre, Dobro und Tenor Dobro, Mandoline und Slide-Gitarre, Akkordeon, Fiddle und Mundharmonika. Für den Gesang ist er natürlich auch verantwortlich – zumindest bei den Stücken, bei denen die Credits für die Lead Vocals nicht an Tochter Sam gehen. Auch Sohn Pete mischt nach Kräften mit, als Produzent, Co-Autor, Arrangeur und Multi-Instrumentalist. Und dann wären da ja auch noch Dave Peacock, Jools Holland und viele weitere nicht ganz unbekannte Mitstreiter, die zusammen eine kleine All-Star-Band bilden.

Ausgesprochen prominent besetzt ist auch die Liste der Musiker, aus deren Song-Repertoire sich Joe Brown auf „Down To Earth“ bedient. Los geht die Reise mit „Well Well Well“ von Bob Dylan und Danny O’Keefe, ein Song, der erstmals 1996 auf Maria Muldaurs „Fanning The Flames“ erschien. Man beachte die Vielschichtigkeit des Arrangements, die liebevolle Instrumentierung, den herrlich transparenten Sound: Dieser Opener setzt Maßstäbe. Kein Problem für Joe Brown und Kollegen, die niemandem mehr etwas beweisen müssen und mit beneidenswerter Lockerheit das hohe Niveau halten bis zum letzten Stück, Bill Monroes „Uncle Penn“. Auf dem Weg dorthin hauchen sie Paul Simons „One Trick Pony“ neues Leben ein, würdigen Richard Thompson mit einer Country-seligen Neu-Interpretation von „The Dimming of The Day“ und spielen „Black Betty“ mit einer Wucht, als gäben sie tief in Amerikas Süden eine berauschende Jam-Session. Da wird er dann auch spürbar, der Einfluss von Leadbelly, der schon den jungen Joe Brown prägte. Damals, als er als Vertreter der ersten Rock ’n’ Roller-Generation Pionierarbeit an der elektrischen Gitarre leistete und mit seiner Band The Bruvvers so einige Hits landen konnte, darunter die Nummer 1 „Picture Of You“.

Joe Brown hat seitdem eine Vielzahl hörenswerter Alben aufgenommen, erst mit den Bruvvers, in den 70ern mit Browns Home Brew und später solo, mit wechselnden Begleitmusikern. Er ist immer wieder nach Nashville gereist, hat Songs für den amerikanischen Country-Markt geschrieben, viele, sehr viele Konzerte gegeben, sich im Bewusstsein zahlloser Country-, Rock-, Blues- und Gospel-Fans unsterblich gemacht. Außerdem spielte er in Kinofilmen, TV-Serien und Theaterproduktionen mit, schrieb Bücher, moderierte seine eigenen Fernseh- und Radioshows... Aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt gilt es erst einmal, Joe Brown, den Musiker, zu entdecken.
Es ist höchste Zeit.

Glitterhouse schreibt 'Dicke Empfehlung'.

"wer Mark Knopflers lakonische Soloplatten mag, ist auch mit " Down to earth" vorzüglich bedient" WOM

(Quelle: India)


FORMAT: CD


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