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CD-DETAILS METAMORPHOSEN [MARSALIS, BRANFORD]


Foto: UK Promotion

Marsalis, Branford

Metamorphosen [Jazz]


RELEASE: 20.03.2009


LABEL: Marsalis Music

VERTRIEB: Universal

WEBSITE: www.branfordmarsalis.com

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Daß die Zeit wie im Fluge vergeht, wenn man aufregende Musik macht, erkannte kĂŒrzlich Branford Marsalis. “Ich hatte keine Ahnung, daß seit der Aufnahme unseres letzten Albums schon fast zwei Jahre verstrichen waren”, meint der umtriebige Saxophonist, Komponist, Produzent und Labeleigner. Als es ihm bewußt wurde, fackelte er aber nicht lange und beraumte fĂŒr sein Quartett mit Joey Calderazzo, Eric Revis und Jeff “Tain” Watts kurzerhand einen Aufnahmetermin an. “Als unsere Sommertournee durch Europa sich dem Ende nĂ€herte, sagte ich den Jungs einfach: ‘Wir gehen nĂ€chsten Monat ins Tonstudio.’” Gebucht wurde fĂŒr die Sessions wieder das Hayti Heritage Center in Marsalis’ Wohnort Durham in North Carolina, wo der Saxophonist 2005 mit Harry Connick Jr. auch schon das hochgelobte Duo-Album “Occasion” sowie ein Jahr spĂ€ter mit seinem Quartett “Braggtown” aufgenommen hatte. Das neue Album trĂ€gt den deutschen Titel “Metamorphosen” und ist ein weiterer Meilenstein in der Diskographie dieses Quartetts, das nun schon seit zehn Jahren in dieser Besetzung zusammenspielt und bisher fĂŒnf Alben vorgelegt hatte.

Marsalis wĂ€hlte den Titel “Metamorphosen”, weil dieser sowohl die Evolution seines Quartetts als Spieleinheit als auch jene jedes einzelnen Bandmitglieds treffend beschreibt. “Wir haben alle viel geĂŒbt”, sagt der Bandleader mit Nachdruck, “und das hört man unserer musikalischen und klanglichen Entwicklung auch an. Je mehr jeder einzelne von uns ĂŒbt, desto konzentrierter werden unsere individuellen Sounds. Wenn wir heute alle im selben Raum zusammenspielen, klingt dennoch jedes einzelne Instrument klar heraus. Soweit kann man es mit Übung bringen.”

Toningenieur Rob Hunter bestĂ€tigt dies: “Das Quartett klingt so intensiv wie frĂŒher, aber anders. Der Klang ist sehr sauber, und ich fĂŒhre das darauf zurĂŒck, wie gut diese Typen spielen.”

Ein weiteres SchlĂŒsselelement ist die stĂ€ndige Erweiterung der Repertoirebandbreite dieser Band. “Wir versuchen alles auszuprobieren”, erklĂ€rt Marsalis. “Wir spielen die gesamte Skala rauf und runter und sind jederzeit darauf vorbereitet, alles nur Erdenkliche zu spielen. Auch Songs, die wir gar nicht kennen. Die Jungs mĂŒssen sich stĂ€ndig alle Arten von Musik anhören. Aber es sind ja auch unglaublich gute Musiker, die eine Menge verschiedener Stile beherrschen.”

Die Bedeutsamkeit dieser Herangehensweise wird von jedem Bandmitglied bestĂ€tigt. “Meine anderen Jobs als Sideman helfen mir, mich in den Dingen zu verbessern, die ich ohnehin schon gut draufhabe”, erzĂ€hlt Pianist Joey Calderazzo, “aber etwas wirklich Neues lerne ich dabei nicht. In dieser Band mußte ich mich schon mit allem Möglichen befassen. Das ist so, als ob man in etwas fortgeschrittenerem Alter die Schule von Betty Carter oder Art Blakey durchlĂ€uft. Ich habe heute mehr Optionen, und ich bin durch das Spielen in dieser Band besser geworden.” Der Beweis ist Calderazzos inspiriertes Spiel auf dem gesamten Album sowie seine beiden wundervollen Kompositionen “The Blossom Of Parting” und “The Last Goodbye”.

FĂŒr den Bassisten Eric Revis ist sein persönliches Wachstum untrennbar mit jenem des Ensembles verbunden. “Branford und die Band haben mir ermöglicht, zu meiner eigenen Stimme zu finden. Ich habe mehr Sicherheit gewonnen, und das versetzt mich in die Lage, persönliche Grenzen niederzureißen. Ich war immer bemĂŒht dazuzulernen, aber nun tue ich es mit einem Ziel - und bei den anderen verhĂ€lt es sich ebenso. Man macht sehr viel grĂ¶ĂŸere Fortschritte, wenn man sich zuhause fĂŒhlt, und diese Band ist unser Zuhause.” Revis’ Entwicklung zeichnet sich am deutlichsten in seinen drei BeitrĂ€gen zum Repertoire des Albums ab: in dem StĂŒck “Sphere”, das einen an Kompositionen des Pianisten Thelonious Monk erinnert (dessen zweiter Vorname bekanntlich Sphere war), im kryptischen “Abe Vigoda” und vor allem in dem unbegleiteten Baß-Feature “And Then, He Was Gone”, das Revis seinem volljĂ€hrig gewordenen Sohn widmete, der gerade “das elterliche Nest verlassen hat”.

Schlagzeuger Jeff “Tain” Watts, der mit Marsalis schon seit der gemeinsamen Studienzeit am Berklee College zusammenspielt, spricht davon, wie “die Band versucht, die Kurve zu kriegen. Wir haben schon fĂŒnf oder sechs starke Formate ausprobiert; aber ich glaube nach dieser Platte können wir sogar noch persönlichere Wege einschlagen. Die Band Ă€ndert sich nicht durch gemeinschaftliche Anstrengung, das wĂŒrde bei uns wohl kaum funktionieren. Es geht vielmehr darum, daß der Einzelne dem Gesamten seinen Stempel aufdrĂŒckt, und das ist auf diesem Album der Fall. Jeder von uns bringt immer mehr Material ein, was auch zu einer VerĂ€nderung fĂŒhrt. Obwohl dies definitiv Branfords Band ist, habe ich das GefĂŒhl, daß es auch meine Band ist. Und ich begrĂŒĂŸe jede Gelegenheit, mit ihr aufzutreten.” Dieses Mal steuerte Watts “The Return Of The Jitney Man” und “Samo ©” bei. “Das erste StĂŒck handelt von meinem Vater, der auf dem Bau arbeitete, aber vor den Ferien nebenher stets noch als Busfahrer jobbte, um unseren Urlaub finanzieren zu können”, erzĂ€hlt der Schlagzeuger. “Samo ©” widmete Watts dem 1988 gestorbenen GraffitikĂŒnstler, Maler und Zeichner Jean-Michel Basquiat.

Komplettiert wird das Programm des neuen Albums durch eine Interpretation von Thelonious Monks Klassiker “Rhythm-a-ning” und Marsalis’ Eigenkomposition “Jabberwocky”, ein tĂŒckisches 19taktiges StĂŒck, fĂŒr das Branford erstmals nach ĂŒber zwanzig Jahren wieder zum Altsaxophon griff. “Mir fiel irgendwann auf, daß ich der Einzige war, der kein neues StĂŒck fĂŒr die Sessions parat hatte”, erinnert sich Marsalis. “WĂ€hrend ich mit meiner Familie Urlaub machte, formte sich in meinem Kopf ‘Jabberwocky’. Ich hatte nur mein Altsaxophon dabei und wollte das StĂŒck eigentlich fĂŒr Sopran- oder Tenorsax umschreiben, sobald ich zuhause war. Aber auf keinem der beiden Instrumente klang es wirklich gut, und so spielte ich es dann schließlich auf dem Altsax ein.”

“Die Band ist das Thema des Albums”, meint Marsalis ĂŒber “Metamorphosen”. “Wir wĂ€hlten nur Songs aus, die wirklich gut sind. Die Sachen, die wir spielen, kann man nur mit einer eingespielten Band hinbekommen. Wir bleiben als Band zusammen, weil es genau das ist, was wir alle wollen. Eine Menge Leute gehen lieber auf Nummer sicher und touren mit ‘Superbands’, bei denen sie nur fĂŒr sich selbst verantwortlich sind. Wenn man eine feste Band hat, wird man mit anderen großartigen Bands verglichen. Und genau deshalb mache ich Jazz. Ich möchte, daß man mich nach meinem Gesamtwerk beurteilt.”

“Mein Vater bezeichnet Aufnahmen gerne als ‘Dokumente’”, sagt Marsalis abschließend, “und ich weiß, was er damit meint. Sie dokumentieren, wie gut man ist... oder wie gut man nicht ist.” Und “Metamorphosen” dokumentiert, wie eines der ĂŒberragenden Ensembles des zeitgenössischen Jazz immer noch besser wird.

Tracklisting:

  1. Return of the Jitney Man
  2. Blossom of Parting
  3. Jabberwocky
  4. Abe Vigoda
  5. Rhythm-A-Ning
  6. Sphere
  7. Last Goodbye
  8. And Then, He Was Gone
  9. Samo

Branford Marsalis live Tourdates 2009
  • 27. Feb. 2009, 20:00: UNC at Chapel Hill (Memorial Hall) Chapel Hill, North Carolina
  • 07. Mrz. 2009, 20:00: Schlesinger Concert Hall w/ Alexandria Symphony Orchestra, Alexandria, Virginia
  • 08. Mrz. 2009, 15:00: Schlesinger Concert Hall w/ Alexandria Symphony Orchestra, Alexandria, Virginia
  • 19. Mrz. 2009, 19:30: Jazz Alley, Seattle, Washington
  • 20. Mrz. 2009, 19:30: Jazz Alley, Seattle, Washington
  • 21. Mrz. 2009, 19:30: Jazz Alley, Seattle, Washington
  • 22. Mrz. 2009, 19:30: Jazz Alley, Seattle
  • 24. Mrz. 2009, 20:00: Catalina’s, Los Angeles, California
  • 25. Mrz. 2009, 20:00: Catalina’s, Los Angeles, California
  • 26. Mrz. 2009, 20:00: Catalina’s, Los Angeles, California
  • 27. Mrz. 2009, 20:00: Catalina’s, Los Angeles, California
  • 28. Mrz. 2009, 20:00: Catalina’s, Los Angeles, California
  • 29. Mrz. 2009, 19:00: Palace of Fine Arts, San Francisco, California
  • 30. Mrz. 2009, 19:00: Kuumbwa, Santa Cruz, California
  • 31. Mrz. 2009, 19:30: Anthology, San Diego, California
  • 01. Apr. 2009, 19:30: Anthology, San Diego, California
  • 04. Apr. 2009, 20:00: Gusman Center of Performing Arts, Miami, Florida
  • 05. Apr. 2009, 20:00: Annenberg Center for the Performing Arts, Philadelphia, Pennsylvania
  • 16. Apr. 2009, 20:00: Van Singel Fine Arts Center Byron Center, Michigan
  • 17. Apr. 2009, 20:00: Symphony Center - Orchestra Hall, Chicago, Illinois
  • 18. Apr. 2009, 19:30: First Methodist Church, Birmingham, Mississippi
  • 02. Mai 2009, 20:00: Germantown PAC w/ Iris Orchestra, Germantown, Tennessee
  • 03. Mai 2009, 21:00: Ridgefield Playhouse, Ridgefield, Connecticut
  • 05. Mai 2009, 20:00: Jazz Standard, New York, New York
  • 06. Mai 2009, 20:00: Jazz Standard, New York, New York
  • 07. Mai 2009, 20:00: Jazz Standard, New York, New York
  • 08. Mai 2009, 20:00: Jazz Standard, New York, New York
  • 09. Mai 2009, 20:00: Jazz Standard, New York, New York
  • 10. Mai 2009, 20:00: Jazz Standard, New York, New York
  • 13. Mai 2009, 20:00: Teatro Espanol, Madrid
  • 14. Mai 2009, 21:00: New Morning, Paris


  • Konzerte in Deutschland
  • 15. Mai 2009, 20:00: University der KĂŒnste, Berlin
  • 17. Mai 2009, 20:00: Musikhalle, Hamburg
  • 18. Mai 2009, 21:00: Mousonturm, Frankfurt
  • 19. Mai 2009, 20:00: Circus Krone, MĂŒnchen


  • 21. Mai 2009, 20:00: Marcel Hall, Coutances
  • 23. Mai 2009, 21:00: Lantaren-Venster, Rotterdam
  • 24. Mai 2009, 20:00: Warande, Turnhout
  • 25. Mai 2009, 21:00: Bath Festival, Bath
  • 28. Mai 2009, 19:00: Ronnie Scotts, London


(Quelle: UK-Promotion, 16.3.2009)


FORMAT: CD


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