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CD-DETAILS ONE - X [THREE DAYS GRACE]

Three Days Grace

One - X [Hard / Heavy]


RELEASE: 26.06.2006


LABEL: Gun Records

VERTRIEB: SonyBMG

WEBSITE: www.threedaysgrace.com

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“Als wir auf Tour waren, fühlte ich mich, als hätte ich eine Zielscheibe auf dem Rücken. Ich hatte den Eindruck, dass man eine Menge Sachen nach mir warf, mit denen ich mich befassen musste und ich fühlte mich einsam… Ich war der Einzige, der mich verstehen konnte.” - Adam Gontier

Auf "One-X", dem Follow-up vom Three Days Graces-Debüt (2003), das nur mit dem Bandnamen betitelt war, erforscht die Band diese Gefühlslage mit verstörender Offenheit. "One-X", ein rohes Album voller Ehrlichkeit, sieht Frontmann Adam Gontier in Gefühlen äußerster Einsamkeit schwelgen, die ironischerweise dadurch entstehen, dass er ständig von anderen Menschen umgeben ist. "One-X" ist auch die Story von Gontiers Selbstzerstörung auf Tour und die immer aktuelle Geschichte eines Menschen, der sich als Außenseiter fühlt.

"Die Texte auf ,One-X' beziehen sich auf all die verschiedenen Probleme, die ich hatte. Ich fühlte mich ausgestoßen. Ich wollte normal sein und ich wollte Jemanden, der mir hilft. Irgendwann habe ich dann begriffen, dass, ganz egal wie ausgestoßen ich mich fühlte, da draußen eine Menge Leute sind, die sich genauso fühlen wie ich. Und ich merkte ,okay, ich bin nicht allein'.” - Adam Gontier

Ein Teil des Lernprozesses, dass er nicht allein war, bestand darin, dass seine Bandkollegen sich ebenso isoliert fühlten, enttäuscht von der schönen Fassade des Lebens auf Tour.

“Auf Tour sein kann manchmal sehr seltsam sein,” sagt Bassist Brad Walst. “All diese Leute um dich herum scheinen dich zu kennen, aber sie kennen dich gar nicht und du kennst sie auch nicht. Du tust jedoch immer so, als würdest du sie kennen. Schon abgefahren, wie man sich in einer Menschenansammlung allein fühlen kann. Die einzigen, mit denen wir uns wirklich einlassen konnten, waren unsere echten Fans. Die wissen, was in unseren Köpfen vorgeht, weil sie das in unserer Musik hören."

Nach zwei Jahren auf Tour gewöhnte sich die Band an das, was ihr widerfuhr. "Dieser Prozess steuerte uns in das Phänomen der ,urban isolation' - man ist in einer großen Stadt und Leute stehen nur Zentimeter entfernt, aber man fühlt sich, als wäre man meilenweit weg", sagte Drummer Neil Sanderson. "Wir sind das Gegenteil gewöhnt, da wir aus dem ländlichen Ontario stammen, wo man physisch meilenweit voneinander entfernt ist, sich aber ganz nah fühlt."

Und dann passierte etwas Außergewöhnliches: Die Band entkam der Isolation, indem sie sich isolierte. Sie packten ihren Kram zusammen, verließen die Stadt und gingen aufs Land nach Ontario und dort eliminierte die Band alle Störgeräusche von außen und konzentrierte sich auf die Arbeit an "One-X". “Wir haben im Grunde das Album am Lagerfeuer mit akustischen Gitarren geschrieben”, sagt Walst. “Es ging um nichts anderes als um ,Back to the Roots'.”

Als die Band wieder auftauchte, hatte sie ein heavy und sehr emotionales Album dabei. "One-X" strotzt vor angsterfüllten Vocals, heavy Beats und rauen Chords. Mit der donnernden Rhythmik von Neil Sanderson an den Drums und Brad Walst am Bass und den treibenden, eindringlichen Riffs von Barry Stock an der Gitarre ist "One-X" so etwas wie eine Achterbahnfahrt durch Gontiers Psyche. Gontier ist unglaublich ehrlich und lässt nichts aus; es klingt, als würde er die Seiten aus seiner eigenen Geschichte reißen.

"Pain" zeigt Gontier, wie er stur an den Sünden festhält, die ihn verletzten, während er seine Stimme hinein lässt, um ihn zu heilen. Die beinahe romantisch-melodischen Verse sagen "jemand sagt mir, dass etwas nicht stimmt und dass ich etwas dagegen tun muss", meint Gontier, während der Gänsehaut-Refrain ihn im Schmerz versunken zeigt.

"Animal I Have Become", die erste Single von "One-X", ist Adams "Bewusstwerdung, dass eine Veränderung eintreten muss und dass du um Hilfe bitten musst." Mit der stampfenden Bassline im Hintergrund fleht Gontier "Somebody get me through this nightmare / I can't control myself." Auch als er die Wirkung bemerkt, die seine Texte auslösen, ist er hemmungslos offen: "So what if you can see / the darkest side of me."

“Auf Tour haben wir uns sicher manchmal besser gezeigt, als wir uns fühlten”, sagt Sanderson und gibt so das Gefühl wieder, das hinter “Animal I Have Become” steht. “Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man da draußen manchmal verloren geht und im Augenblick verweilt. So ist es da draußen nun mal. Und ich weiß, dass Adam Zeiten hatte, in denen er alles getan hätte, um sich von all den Fremden um ihn herum zu distanzieren. Wir steckten in einem Teufelskreis, aber wir haben uns da rausgezogen.”

Alle Tracks befassen sich mit schmerzlichen, persönlichen Erfahrungen. "Never Too Late" war für Gontier der am schwersten zu schreibende Track. Der Song beginnt mit einer einzelnen Gitarre, die die Einsamkeit symbolisieren könnte, aber der Track ist auch das optimistischste Stück des Albums.

Adam räumt ein "Der Song berührt mich am tiefsten, wenn wir ihn live spielen und wenn ich ihn höre, wo jetzt das Album fertig ist, sorgt er bei mir immer noch für Gänsehaut, weil so viel von mir in dem Song ist. Aber auf ein Funken Hoffnung steckt auch da drin.”

Mit Lyrics wie “Do you think there’s no one like you / We are” ist “One-X” der letzte Song des Albums der Song, mit dem Three Days Grace Fans sich am stärksten identifizieren. “Der Song sagt, dass du nicht allein bist und dass da draußen jede Menge Leute sind, die so sind wie du”, erklärt Gontier. “Nach diesen schwierigen Zeiten sind wir in der Lage, uns und unsere Musik unseren Fans ganz neu vorzustellen…Die Zeit ist gekommen, die Leute mit in unser Leben der vergangenen zwei Jahre zu nehmen.”

Während Gontier mit seinen Vocals am Ende des Albums die Überdrüssigkeit gegenüber der Welt ausdrückt, hat die Band für sich einen neuen Sinn gefunden. Was als Angst und Schmerz begann, wurde zu Selbstvertrauen und Triumph.

“I need to figure out who’s behind me”, singt Adam in den letzten Zeilen des Albums. “We are / We stand above the crowd."

(Quelle: Gun Records, 2008)


FORMAT: CD Extra / Enhanced CD


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