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CD-DETAILS SIM [MATA, VANESSA DA]

Mata, Vanessa da

Sim [Pop]


RELEASE: 29.08.2008


LABEL: Discograph

VERTRIEB: Alive!

WEBSITE: www.vanessadamata.com.br

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Ein brasilianischer Engel spannt diesen Sommer seine Flügel aus... Vanessa da Mata hat mit "Sim" ein atemberaubendes Album veröffentlicht. Und "Boa Sorte/Good Luck", ihr Duett mit Ben Harper, trifft mit seiner berührenden Intensität mitten ins Herz. In Brasilien, Portugal und der Schweiz belegte es bereits wochenlang den ersten Platz in den Airplaycharts.

Ihr selbstbenanntes Albumdebüt bekam 2002 glänzende Kritiken, doch erst ihr Zweitwerk "Essa boneca tem manual" von 2004 machte sie landesweit bekannt. Es bekam in Brasilien und Portugal jeweils Platin und die daraus ausgekoppelte Single "Ai ai ai..." war die in ganz Brasilien meistgespielte Radionummer (#1 der Airplay Charts) des Jahres 2006! Seither gibt es keinen Zweifel mehr, dass Vanessa da Mata innerhalb der neuen Generation der "Música Popular Brasileira" - kurz MPB - einen Spitzenplatz einnimmt.



Vanessa da Mata ist in ihrem Heimatland Brasilien eine wirkliche Ausnahmeerscheinung. Anders als ihre Kolleginnen Bebel Gilberto oder Maria Rita schreibt sie fast alle ihre Lieder selbst. Nachdem ihre bisherigen zwei Alben (ihr letztes "Essa Boneca Tem Manuel" erreichte in Brasilien und Portugal Platin-Status) in Deutschland nur als Importe erhältlich waren, wird die junge Sängerin nun auch hiesige Latin-Pop-Fans begeistern, die bereits an Céu und Cibelle Gefallen gefunden haben.

Produziert wurde Vanessa da Matas drittes Werk "Sim" nun sowohl vom Toningenieur Mario Caldato (aka Mario C.), der seine Kunst u.a schon bei den Beastie Boys, Séu Jorge und - als Remixer - bei Beck und Jack Johnson unter Beweis stellte, als auch dem Multiinstrumentalisten Alexandre Kassin vom Trio The +2s (auf David Byrnes Luaka-Bop-Label), dessen Fertigkeiten sich bereits Bebel Gilberto und Caetano Veloso zunutze machten. Und für drei Stücke konnte die Reggae-begeisterte Vanessa (sie schloss sich als Teenagerin eine Zeit lang der Institution Black Uhuru an!) sogar das legendäre Rhythmusgespann Sly & Robbie gewinnen, in deren „Anchor Studios“ in Kingston zum Teil auch aufgenommen wurde.

Gekrönt wird dies alles von der Ballade "Boa Sorte/Good Luck", die sie gemeinsam mit Ben Harper komponierte und im Duett auf wunderbar natürliche Weise interpretiert. Der Erfolg dieses Stücks sprengt auf youtube.com alle Dimensionen: mehr als vier Millionen Streams sind dort bisher verzeichnet worden! Und in Brasilien, Portugal und der Schweiz belegte es bereits wochenlang den ersten Platz in den Airplaycharts.

Das Album bewegt sich im Spannungsfeld von Bossa Nova (ein Genre, das dieses Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag feiert), Pop und Reggae, wobei diese Stimme mit ihrer verführerischen Geschmeidigkeit jedem dieser Stile eine charakteristische Note verleiht. In "Sim", das nichts anderes bedeutet als "Ja", sieht Vanessa "eine positive Antwort auf das Leben".

Geboren wurde Vanessa da Mata 1976 in Alto Garças, einer von Flüssen und Wasserfällen umgebenen Kleinstadt, die 400 Kilometer von Cuiabá (die Hauptstadt des Bundesstaats Mato Grosso) entfernt liegt. Als Autodidaktin hat sie sich bereits in früher Kindheit die Klassiker brasilianischer Musik (Luiz Gonzaga, Tom Jobim, Orlando Silva..) eingeprägt. Mit 14 Jahren zieht sie ins 1200 km von Alto Garças entfernte Minas Gerais, der vielbesungenen Heimat des großen Vokalkünstlers und Komponisten Milton Nascimento. Dorthin ist sie allein aufgebrochen, mit der ursprünglichen Absicht, Medizin zu studieren. Doch bereits mit 15 kristallisiert sich für Vanessa das Singen als die wirkliche Berufung heraus und sie fängt an, regelmäßig in den Musik-Cafés der Stadt aufzutreten...

Ein Jahr darauf, 1992, bricht die Sechzehnjährige nach São Paulo auf, wo weitere Konzerte, wertvolle Begegnungen und schließlich ein Engagement bei der jamaikanischen Reggae-Formation Black Uhuru auf sie warten. Darüber hinaus findet die unermüdliche junge Frau noch Zeit, sich als gefragtes Mannequin und als erfolgreiche Basketballspielerin Meriten zu verdienen.

Ihre erste entscheidende Begegnung auf musikalischem Gebiet macht Vanessa da Mata 1997: sie lernt den singenden Poeten Chico César kennen und komponiert mit ihm gemeinsam das Lied "A força que nunca seca", das von Maria Bethânia (Georges Gachots Dokumentation "Música é perfume" über die wohl größte lebende Sängerin Südamerikas lief jüngst auch in deutschen Kinos) als Titelstück ihres 1999er Albums auserkoren und schließlich für den Grammy nominiert wird. Seither gehört Vanessa da Mata zu den gefragtesten Komponistinnen Brasiliens. Und sowohl einige ihrer Auftraggeber (neben Maria Bethânia auch Daniela Mercury) als auch Milton Nascimento und - der inzwischen leider verstorbene -Baden Powell luden sie ein, mit ihnen gemeinsam auf einer Bühne zu musizieren.

Zuletzt noch ein paar Zeilen zur Entstehungsgeschichte von "Boa Sorte/Good Luck", erzählt von der Künstlerin selbst: "Als ich dabei war, dieses Lied aufzunehmen, hatte ich das Gefühl, dass es nicht ganz fertig war - irgendetwas fehlte noch. Während dieser Zeit bot sich mir - fast zufällig - die Gelegenheit, dem wundervollen Ben Harper zu begegnen .. Ein paar Tage darauf habe ich ihm die Melodie ganz schlicht übers Telefon vorgesungen. Und er hat auf Anhieb die passenden englischen Worte gefunden, um auf die portugiesischen Strophen zu antworten. Mit einer intuitiven Selbstverständlichkeit hat er die Aussage des Textes und die Zartheit der Melodie erfasst. Das Ergebnis finde ich umwerfend: zwei Menschen, die auf beiden Seiten des Äquators leben und sich in unterschiedlichen Sprachen ausdrücken, singen im Duett ein Lied über ein frisch getrenntes Paar, das sich gegenseitig "Viel Glück" ("Boa Sorte/Good Luck") wünscht...".

(Quelle: Sven-Erik Stephan, Beatsinternational, 4.7.2008)


FORMAT: CD


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