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CD-DETAILS SOMETHING A LA MODE [SOMETHINGALAMODE]


Foto: Plattenfirma

SomethingALaMode

Something A La Mode [Pop]


RELEASE: 20.11.2009


LABEL: Yellow Productions

VERTRIEB: Rough Trade


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SomethingALaMode, kurz SALM, eilt der Ruf voraus, eng mit der Pariser Modeszene verknüpft zu sein, denn die Musik der aktuellen Chanel Shows stammt von SALM.



Bei SALM handelt es sich aber um viel mehr, denn die jungen Musiker studierten am berühmten Pariser Musikkonservatorium und komponierten schon 2006 Partituren um Jeff Mills-Tracks auf ein Orchester übertragen zu können, welches in dem Blue-Potential-Projekt (CD/DVD auf Tresor) mündete und fusionierten somit schon sehr erfolgreich Klassik und Techno. Bei dem hier vorliegenden Projekt SALM haben sie mit Arnaud Rebotini zusammen gearbeitet, der bekannt wurde durch sein Projekt Black Strobe oder seine Remixe für u. a. Depeche Mode, Bloc Party, Tiefschwarz und Rammstein.

„FASHION AND MUSIC ARE EQUIVALENT, THEY MATCH VERY WELL: BOTH ARE EXPRESSIONS OF THEIR TIME” (KARL LAGERFELD)

Thomas Roussel (Violine) und Yannick Grandjean (Cello) sind SomethingALaMode.

Ein außergewöhnliches Duo, dass sich seit jeher schon gleichzeitig für Post-Romantiker wie Schostakowitsch, Strawinski und Fauré auf der einen, sowie Daft Punk und Mirways auf der anderen Seite begeistern kann. Ein Duo, das nicht nur eine 15.000-köpfige Menge auf der letztjährigen Technoparade in Paris in Bewegung, sondern auch einen Tag später wenige Auserwählte im ICA (Institute of Contemporary Arts) in London in Verzückung versetzen konnte. Ein Duo, das durch seine tiefe Verwurzelung in die altehrwürdige europäische Musiktradition gewillt ist, das zarte Pflänzchen Klassik in die Club-Kultur zu pikieren.

Und so haben sie es sich auch nicht nehmen lassen, das Album vom dunklen Prinzen der Pariser Club-Szene, Arnaud Rebotini produzieren zu lassen und auf dem legendären Label Yellow (von Bob Sinclar) zu veröffentlichen. Neben Leuten wie dem gestandenen West-Coast-Rapper K. Flay und Adam Joseph, der neuen Hoffnung am internationalen Soul-Himmel, konnten die Beiden niemand Geringeres als Karl Lagerfeld persönlich für ihren Track „Rondo Parisiano“ zu gewinnen.

Nachdem sie dem Pariser Designer, DJ und Soundstylist Michel Gaubert im Oktober 2008 ein Demo zuschickten, liefen ihre Songs bereits drei Monate später als stimmungsvolle Hintergrunduntermalung in sämtlichen Chanel-Filialen und wurden zum Soundtrack von Chanels diesjährigen Haute-Couture-Show in Paris oder für die Kollektion "Paris-Venice", der Chanel Cruise 2010, die in Venedig gezeigt wurde: „Dort spielte die Band live. In diesem Fall sollte der Sound Karls Persönlichkeit widerspiegeln, und Something A la Mode klingt nach Karl“, so Michel Gaubert.

Karl Lagerfeld zeigte sich auf Anhieb begeistert von SALM, wollte die beiden Jungs unbedingt persönlich kennen lernen und sagte ihnen unverzüglich zu, Ausschnitte aus ihrem gemeinsamen Gespräch für ihren Song „Rondo Parisiano“ verwenden zu dürfen. Auf YouTube sind all die Auftritte sehr gut dokumentiert und im Newsblog auf der Website von Chanel ebenso präsent.

Doch vielleicht sollten wir von vorne beginnen....

Die Geschichte von SALM ist eine Geschichte voller Waghalsigkeit, voller Verlangen und vor allem die einer Gegenbewegung. Die Geschichte zweier Jungs, deren Teenager-Jahre so harmonisch waren wie ein Auszug aus einer Partitur Ludwig van Beethovens: Die Wochentage verbrachten sie in der Musikschule und setzten sich mit Noten, ihren Instrumenten und ihrer Einbindung in das schulinterne Orchester auseinander. Die Wochenenden hingegen durchtanzten sie zum Soundtrack von legendären Helden der elektronischen Tanzmusik wie Laurent Garnier, Daft Punk oder Jeff Mills im sagenumwobenen "An-Fer-Club" in Dijon.

Die Entdeckung elektronischer Musik war eine Offenbarung, und das An-Fer das Paradies. Thomas war gerade 18 Jahre alt, als er eines Nachts zur DJ-Kanzel marschierte und seinem großen Idol Jeff Mills als anonymer Fan die Hand schüttelte. Und das tat er wieder, allerdings erst 12 Jahre später – diesmal am Pont du Gard, wo die Klassiker von Jeff Mills von einem Sinfonieorchester im Rahmen des Blue-Potential-Projekts 2006 neu interpretiert wurden. Mills konnte kaum glauben, was er da hörte. Thomas schon. Denn er war es, der dieses außergewöhnliche Kunstprojekt aus der Taufe gehoben hatte.

Dieses Konzert war es, aus dessen Ausläufern im Oktober 2006 SALM entstand. Das Wahrwerden einer Idee, die in den Köpfen der beiden Freunde bereits jahrelang gereift war und jetzt endlich zur Umsetzung bereit schien.

Thomas, der Violinist, der bis dahin vor allem durch engagiertes Mitwirken in zeitgenössischen Kunstprojekten in Erscheinung getreten war, und Yannick, der Cellist, ausgezeichnet als Preisträger der National School of Music, trafen sich wieder. In dieser einen Nacht, in der ihr nie erloschenes Feuer für Dance-Music genauso neu entfacht wurde wie das Verlangen, dessen ausgetretene Pfade zu verlassen. Und genau dieses Feuer war es, das stark genug brannte, um ihre beiden lodernden Leidenschaften zu einer einzigen verschmelzen zu lassen: Klassische Instrumentierung in Verbindung mit dem Einsatz digitaler Synthesizer, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob beides überhaupt zusammenpasst.

Was kam also dabei heraus? Das erste String-Elektro-Album, das zwei komplett unterschiedliche Welten miteinander vereint. 12 grandiose Stücke, die den aufgestauten Zorn und die unvorstellbare Schönheit der mittelalterlichen Dies-Irae-Hymne mit dem 70er Jahre Easy Loving-Stil verbindet, der selbst jemanden wie Dimitri From Paris eifersüchtig machen dürfte. SALM ist ein Hybrid aus tief gehender Melodik und radikaler Elektronik, eine waghalsige Zusammenführung zweier Universen, die schon lange nacheinander auf der Suche waren und dank SALM nun die Gewissheit haben, dass sie eigentlich eins sind. Für immer. Für ewig. Und für uns.

(Quelle: Sven-Erik Stephan, Beatsinternational, 2009)


FORMAT: CD


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