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CD-DETAILS I, FLATHEAD [COODER, RY]


Foto: Ry Cooder (c) Warner

Cooder, Ry

I, Flathead [Jazz]


RELEASE: 27.06.2008


LABEL: Nonesuch

VERTRIEB: Warner Music Group


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Ein Rennfahrer, ein Mann aus dem Weltraum und ein Mädchen aus Trona, Kalifornien. Mit I, Flathead vollendet RY COODER seine Kalifornien-Trilogie, die er mit Chavez Ravine (2005) begann und My Name Is Buddy (2007) fortführte. Und wieder überrascht der findige Songwriter auf 14 Songs mit einer Fülle von Ideen und einem atmosphärenstarken Gemisch aus Folk, Blues, Mariachi, Western & Country, Rock’n’Roll und Pop.

Hatte Chavez Ravine vom Verlust der Geschichte und der Heimat erzählt und My Name Is Buddy von Solidarität und Zusammenhalt berichtet, beschreibt I, Flathead den Aufbruch der amerikanischen Nachkriegsgeneration in etwas ganz Neues. Eine Do It Yourself-Kultur von Außenseitern, die sich aus alten Kriegsmaterialien sagenhafte Rennmaschinen für den Geschwindigkeitsrausch auf den Salzseen zusammenbasteln und in eine scheinbar grenzenlose Zukunft blicken. Die Songs des Albums sind die Songs Kash Buks, des hartgesottenen Salzebenen-Rennfahrers und Bandleaders, der zugleich die erzählende Hauptfigur der Story ist. Er wird begleitet von seiner Band The Klowns, der 17-jährigen Roxanne und Kashs außerirdischen Kumpel Shakey. Dazu gehört dann noch eine ganze Reihe von Freunden, Feinden, Verliebten und Dragster-Fans, die die Story bevölkern. Sie alle stammen aus RY COODERS Novelle I, Flathead, die der streng limitierten Luxus-Edition von I, Flathead praktischerweise beigefügt ist. In dieser errichtet COODER ein Universum, in dem „eigenartige Leute die Norm sind“ und sich aus Science Fiction- und Motorsport-Magazinen rekrutieren.

Kash Buk erklärt: „In I, Flathead gibt es schwere Zeiten und gute Zeiten, ein Liebeslied an ein verbotenes Rennen, von dem jede Platte mindestens eines haben sollte, und für die Tierfreunde auch einen Hundesong. Ihr werdet den Geist von Dragster-Racer Dick Nixon treffen und ein Special für alle politisch interessierten Foot-Stomper da draußen finden. Ich habe auch einen Zirkussong geschrieben, denn die meisten Leute sind sich darüber einig, dass der Zirkus eine Metapher für das Leben ist. Und es gibt ein paar Honky-Tonk-Herzschmerz-Balladen, ohne die eine Platte kein Album ist. Außerdem wollte ich an die Legenden der Steel-Guitar erinnern, denn ich kenn da glücklicherweise so einige. Die Steel-Guitar Gemeinde ist groß und hält fest zusammen, und ich dachte, wenn ich an sie erinnere, wird man sich irgendwann auch an mich erinnern, und irgendjemand wird mal das Glas auf mich erheben und einen Nickel für mich in die Juke-Box werfen.“

I, Flathead ist der Höhepunkt der California-Trilogy, die auf drei Alben eine fiktive Historie Kaliforniens in der ersten Hälfte der 20. Jahrhunderts erzählt und dabei die Sounds der Barrios und Highways, der Nightclubs und Honky Tonks zum Leben erweckt. In Chavez Ravine ging es um das gleichnamige, niedergewalzte mexikanische Traditionsviertel in LA, das dem Dodger-Stadium weichen musste, und in My Name Is Buddy erzählte COODER eine Allegorie von einer Wanderschaft dreier Polit-Hobos, die sich mit Kommunistenhatz, Armut und Zerschlagung der Gewerkschaften herumplagen. In I, Flathead begegnet man nun den Entrechteten, den Hoffnungsvollen, den Ruchlosen und einem Außerirdischen, der auf den Salzebenen Kaliforniens mit seinem Raumschiff landet. Etwa so, als würde man John Steinbeck, Thomas Pynchon und ein Motorenmagazin miteinander kreuzen.

COODER produzierte I, Flathead selbst und spielt Mandoline, Gitarre und Bass. Ihm zur Seite standen die Mariachi Los Camperos: Joachim Cooder und Jim Keltner (Drums), René Camacho (Bass), Francisco Torres (Posaune), Ron Blake und Jon Hassell (Trompeten), Anthony Gil (Bass-Saxophon), Flaco Jimenez (Akkordeon), Gil Bernal (Tenor-Saxophon), Jared Smith (Keyboards), Martin Pradler (E-Piano und Drums) und Juliette Commagere (Vocals).

Der unvergleichliche Werdegang COODERs führte ihn buchstäblich um die ganze Welt. Von Havanna bis Timbuktu bereiste er den Planeten auf der Suche nach vergessenen Künstlern und verschollener Musik und fand in vermeintlich fremden Kulturen und mit weit verstreut lebenden Musikern viele gemeinsame Anknüpfungspunkte. Mit Projekten wie dem Biena Vista Social Club brachte er eine Gruppe außergewöhnlicher Musiker in das Bewusstsein der Welt und warf ein Licht auf ein einzigartiges Kulturphänomen. 2003 teilte sich COODER mit Gitarrist Manuel Galbán einen Grammy in der Kategorie „Best Pop Instrumental Album“ für das Album Mambo Sinuendo, und Chavez Ravine und My Name Is Buddy wurden jeweils für einen Grammy in der Sparte „Best Contemporary Folk Album“ nominiert.

In einer Zeit, in der Musik und Ideen vergänglich sind wie nie zuvor, zeigt RY COODER Konstanten auf und verfolgt einen Prozess der Restauration – von Klängen, Ideen, Erinnerungen und Träumen. Mit I, Flathead schließt er den Kreis und zeigt Kalifornien, wie es einmal war - oder hätte sein können. Und wie es immer noch klingt, wenn man weiß, wo man suchen muss.

I, Flathead erscheint in zwei Versionen:
Als CD im Jewel Case und in einer streng limitierten Auflage in aufwändiger Verpackung als Novelle mit CD.

VÖ: 27.6.2008
Tracklisting 1. Drive Like I Never Been Hurt.
2. Waitin’ For Some Girl
3. Johnny Cash
4. Can I Smoke In Here?
5. Steel Guitar Heaven
6. Ridin’ With The Blues
7. Pink-O Boogie
8. Fernando Sez
9. Spayed Kooley
10. Filipino Dance Hall Girl
11. My Dwarf Is Getting Tired
12. Flathead One More Time
13. 5000 Country Music Songs
14. Little Trona Girl

(Quelle: Warner Music, 2008)


FORMAT: CD


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