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CD-DETAILS MAN IN MOTION [HAYNES, WARREN]

Haynes, Warren

Man In Motion [Soul, Funk, R'n'B]


RELEASE: 13.05.2011


LABEL: Provogue Records

VERTRIEB: Rough Trade

WEBSITE: www.warrenhaynes.net

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Die Allman Brothers, Gov´t Mule, The Dead (Ableger von Grateful Dead) – drei Bands, von denen jede für sich als Legende in die Annalen der Rockgeschichte eingegangen ist und teilweise auch heute noch die Zukunft aktiv mitgestaltet. Zudem drei Bands, deren größter gemeinsamer Nenner ebenfalls ein lebender Mythos ist – Warren Haynes. Der Amerikaner ist ein Vollblutmusiker wie er im Buche steht, ausgestattet mit einer faszinierenden Stimme und virtuosen Fingerfertigkeiten, wie sie nur ganz wenige Gitarristen auf unserem Planeten vorweisen können.



Haynes ist Spezialist für gelungene Hybride aus Rock, Blues, Soul und R&B. Dass er am 13. Mai 2011 sein neues Soloalbum "Man In Motion" veröffentlicht, gehört ohne Frage zu den Höhepunkten des noch jungen Musikjahres. Die Tatsache, dass geschlagene 18 Jahre seit Haynes erster Soloscheibe "Tales Of Ordinary Madness" vergangen sind, mag auf alles Mögliche hindeuten, jedoch nicht auf Ideenlosigkeit oder Müßiggang. Haynes ist ein Ausbund an Kreativität und Fleiß, sozusagen ein ständiger Quell fabelhafter Songs voller Empathie und Vitalität.

"Man in Motion" widmet Warren Haynes vor allem den Stilrichtungen Blues und Soul. „Ich suchte nach einer Art Pre-Rock-Sound”, erklärt Haynes, „diese Art von Stücken verlangt einen klareren Ton als reine Rocknummern, er ist wichtig um dieser Ära ihren Respekt zu zollen und wirklich die Emotionalität der Sache zu treffen. Natürlich spielte ich meine Gitarre auch über ein Wahwah-Pedal und einige andere Effektgeräte, aber aus Sicht eines Gitarristen findet man vor allem Einflüsse von B. B. King, Albert King und Freddie King.” Auch deshalb kommen neben der für ihn so typischen Gibson Les Paul auch seine Halbresonanzmodelle ES-335 und ES-345 zum Einsatz. Diese Instrumente passen perfekt zu Nummern wie den durch Albert King inspirierten Song "The River´s Gonna Rise"`, das fesselnd-narrative "A Friend To You" oder – als einzigen Coversong der Scheibe – William Bells "Every Day Is A Holiday" aus dessen Zeit beim sagenumwobenen Stax Label.

Für Fachleute besonders interessant ist natürlich Haynes D´Angelico Hollowbody-Gitarre, die er für das jazzige Stück "Sick Of My Shadow" ausgewählt hat und die ihn als besonders intuitiven und auch in angrenzenden Genres stilsicheren Musiker zeigt. „Ich wollte dieses Album auf die gleiche Weise produzieren wie die Klassiker, die mich inspiriert haben, seinerzeit aufgenommen wurden“, erklärt Haynes und konkretisiert seine Vorgehensweise: „Die gesamte Band spielte gleichzeitig, Overdubs wurden bewusst komplett vermieden. Wichtig waren mir vor allem die Energie und Emotionen, die man nur dann erhält, wenn eine Gruppe aus großartigen Musiker live zusammen spielt.“

Die dafür geeigneten Instrumentalisten standen einem renommierten Musiker wie Haynes natürlich zur Verfügung: Basslegende George Porter Jr., Gründungsmitglied der Meters, dazu Keyboarder/Sänger Ivan Neville und Schlagzeuger Raymond Webber. Sie halfen Haynes bei seinem Vorhaben, "Man In Motion" mit authentischen R&B-, Blues- und Soul-Grooves zu versorgen. Als Gäste kamen Pianist Ian McLagan, der bereits unzählige Schlachten mit den Rolling Stones oder auch den Faces geschlagen hat, die Folk-Blues-Sensation Ruthie Foster und Tenorsaxophonist Ron Holloway hinzu. Speziell die Stimmen von Ruthie Foster und Ivan Neville harmonieren perfekt mit Haynes warmem, ausdrucksstarkem Gesang, im direkten Zusammenwirken klingen die drei wie aus einem Lehrbuch von Stax oder Hi Records in der Memphis Soul-Ära entnommen.

Gesang ist übrigens ein gutes Stichwort: Er bildet zweifelsohne das Zentrum von "Man In Motion". „Bei Soul und Blues steht die Stimme immer im Mittelpunkt“, erklärt Haynes, „und sie erzählt niemals von Ironie oder Angeberei. Die Texte drehen sich um echte Geschichten von normalen Menschen, offen und ehrlich vorgetragen. Ehrlichkeit übertrumpft in dieser Musik alles andere.“

Mit diesem Ansatz erfüllt sich Warren Haynes auf "Man In Motion" einen seiner größten Wünsche, seitdem er Musik macht. Denn nicht der Gitarre sondern dem Gesang galt die erste Liebe des 50-Jährigen. Als Haynes acht oder neun war und noch bei seinen Eltern in Asheville, North Carolina lebte, begeisterten ihn seine zwei älteren Brüder für Soul Music. Fortan saß er immer häufiger in seinem Zimmer und sang Stücke von Smokey Robinson, Diana Ross, Otis Redding oder Wilson Pickett. Kein Zweifel: Er war vor allem vom Motown- und Memphis-Sound fasziniert. „Mich interessierten immer nur die Vokalisten“, gesteht er, „die tollen Sänger der damaligen Zeit hauten mich förmlich um. Levi Stubbs von den Four Tops ist noch immer einer meiner liebsten Sänger aller Zeiten. Ich mochte von Beginn an B. B. King, noch bevor ich mich überhaupt für Blues zu interessieren begann. Seine Stimme war für mich die ultimative Hauptsache.“ Erst mit zwölf begann Haynes sich auch ernsthaft für Gitarren zu interessieren. „Mein älterer Bruder besaß eine Akustikklampfe, auf der ich anfangs herumschlug und etwas zu spielen versuchte.“

Wie tiefgreifend diese frühen Versuche zu Erfolgen führten, hat Haynes bereits unzählige Male bewiesen. Sein Spiel glänzt durch Einfühlsamkeit, Ausdrucksstärke und tadellose Technik. Bis zum heutigen Tag hat er mit den Allman Brothers sieben Alben, mit seiner eigenen Formation Gov´t Mule sogar 16 Studio- und Live-Scheiben veröffentlicht, darüber hinaus mit Lichtgestalten wie Bob Dylan, John Lee Hooker, Eric Clapton, Bonnie Raitt oder Kid Rock gespielt.

Haynes hat bereits einen Grammy gewonnen und wird vom "Rolling Stone" als einer der 25 weltweit besten Gitarristen aller Zeiten gelistet. Mit "Man In Motion" hat er sich nun einen ganz privaten Traum erfüllt: ein Album, das seine frühesten Einflüsse aufgreift und diese in ein wahres Meisterwerk münden lassen.

Warren Haynes live - Tourdates 2011

  • 07.07. Köln - Live Music Hall
  • 13.07. Hamburg – Fabrik

(Quelle: Another Dimension, 11.3.2011)


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